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Höhepunkt ohne Glanz

Avatar_2_OscarnominierungWaltz mit Oscar

Was da als 82. Verleihung des Academy Awards, also als Oscarverleihung 2010 über die Bühne und die Fernsehkameras in die Welt ging, hatte recht wenig mit dem zu tun, was dieses Ereignis, dieses Event, früher einmal ausgemacht hat, ist 2010 dem verfilmten Alltag gewichen. Eigentlich immer der cineastische Höhepunkt eines jeden Jahres war die Veranstaltung 2010 ziemlich fade, obwohl sie als die größte ihrer Art geplant war.
Nur wurden diesmal nicht die größten und besten Filme belohnt, von denen die Menschen im Kino fasziniert waren, sondern als bester Film bekamen nicht die gefeierten Favoriten „Inglourious Basterds“ von Quentin Tarantino oder „Avatar – Aufbruch nach Pandora“von James Cameron den Preis, sondern ein schnöder mit "Hurtlocker - Tödliches Kommando" ein banaler Kriegsfilm über den endlosen Waffengang der USA im Irak, dessen Aussage ich zumindest bedenklich finde. Ich hab ihn nicht gesehen, weil ich die Art Filme nicht mag, aber ich habe die Handlung im Internet nachgelesen und nach der geht der Krieg im Irak einfach weiter und weiter.
Solche Filme braucht die Welt nicht und ausgezeichnet gehören sie schon gar nicht. Aber auch die Adipositas, die Fettsucht, hat mit einer gewissen Mo’Nique, einem Burgerfriedhof von zwei Zentnern, ihren Einzug ins Kino gefunden und wurde mit einem Oscar für die beste Nebendarstellerin im Drama „Precious – Das Leben ist kostbar“, wo es um Analphabetentum, Missbrauch und HIV geht, belohnt.
Wenn ich in Zukunft im Kino sitze, das Licht ausgeht und der Film beginnt, würde ich nicht mehr wissen, ob ich tatsächlich im Kino sitze oder nur im Nachmittagsprogramm von RTL.
Dann sind offiziell wohl die Zeiten vorbei, wo Filme prämiert werden, die ihre Zuschauer zumindest im Kino aus dem Alltag holen. Aber man soll ja nicht unken, denn es gab einige Lichtblicke, den Sandra Bullock, die dagegen ziemlich verhungert aussah, bekam einen Oscar als beste Hauptdarstellerin in „The Blind Side“, Christoph Waltz bekam sehr verdient den Oscar für den besten Nebendarsteller in „Inglourious Basterds“ und schließlich und endlich bekam der „Dude“ Jeff Bridges den Oscar als bester Hauptdarsteller in de Komödie „Crazy Heart“.
Einen Oscar, den er schon seit Jahren verdient hätte, aber er musste erst 60 werden, um das zu erleben. Es gab sogar einen Oscar für einen Star Trek Film, den ersten überhaupt, wenn auch nur für das Make Up, aber immerhin.
Nun hat ja Quentin Tarantino auch einen Kriegsfilm gemacht, aber der ist eine beißende Satire. Da stirbt Hitler nicht wie eine Ratte in ihrem Bau, sondern fast schon heldenhaft in einem Pariser Kino.
Der angeblich beste Film von 2009, „Hurtlocker“, ist ein Drama und nimmt sich viel zu ernst. Da wird dann Saddam Hussein am Galgen enden und nicht in der Badewanne von Bush ersaufen.
So gut und unterhaltend ist dann der „beste Film“ von 2009 dann auch wieder nicht. Die Zeit, in der gute Filme, die wie Anfang des Jahrzehnts der „Herr der Ringe“ in den Kinos überzeugt haben, von der Academy mit entsprechenden Preisen gewürdigt worden sind, die scheint endgültig vorbei und übrig ist eine Werbeveranstaltung für durchschnittliche Filme, die im Kino einen zweiten Anlauf brauchen.
Von der 82. Oscarverleihung bleiben bei mir nur einen Menge prämierte Filme, die ich mir nie ansehen werde und ein einzigartiger Auftritt von Ben Stiller in einem Kostüm der Navi aus Avatar, der damit den Oscar für das beste Make Up ankündigte, wo Avatar nicht mal nominiert war.
In den Filmforen des Internet ist in dieser Nacht immer besonders viel los, aber bei dieser Verleihung sank das Niveau der Kommentare auf einen Wert, der der Außentemperatur der letzten Wochen entspricht.
Wie in auf der Veranstaltung in LA ging es kaum noch um gute Filme, sonder darum, wer bei den Schauspielern mit wem und warum zusammen ist. Also wie in einer Frauenzeitschrift.
Dann gab es noch den Oscar für den besten animierten Film, der erwartungsgemäß an Disneys „Oben“ ging, der für mich aber weder den Charme von „Findet Nemo“, oder von „Wall-E“ hatte, aber die Auswahl war ohnehin nicht groß.
Der Oscar für minimale Mimik ging an einen deutschen Schauspieler, aber Til Schweiger musste ihn sich mit Nicolas Cage und einem Grabstein teilen.
So hatten Publikum und Golden Globe als Gradmesser für die Oscarverleihung ausgedient, denn die erfolgreichen Filme wie „Inglourious Basterds“ und „Avatar“ bekamen entgegen aller Vorhersagen nur acht bzw. drei Oscars.
Obwohl „Avatar“ damit der erste Film überhaupt war, der die 2-Milliarden-Dollar-Marke gebrochen hat. In den Königsdisziplinen räumten nur Filme ab, die im Kino nicht überzeugen konnten. So kam die 82. Oscarverleihung auf meiner Wertung nicht über 5/10, denn es war eher eine Dauerwerbesendung als eine ordentliche Preisverleihung für gute Filme. Wenn die Oscars 2010 der zukünftige Trend gewesen ist, geht der Oscar 2011 auch nur an Problemfilme über behinderte schwarze Asiaten, die Sex mit ihrem Staubsauger haben.


Ben "Navi" Stiller als wohl der einzige Höhepunkt dieser Verleihung




Wer dazu eine Meinung hat, der bemühe den Link hier