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Habemus Papam

So wird es bald wieder heißen und zum Zeichen für einen gewählten neuen Papst weißer Rauch über dem Vatikan aufsteigen, wenn der aktuelle Papst, Johannes Paul 2. der gerade so medienwirksam vor sich hin siecht das Zeitliche gesegnet hat.
Nachdem 1978 Papst Johannes Paul 1. unter sehr mysteriösen Umständen und nach nur 33 Tagen Amtszeit verstarb, wählte die katholische Konklave ziemlich schnell den polnischen Priester Karol Wojty³a zu seinem Nachfolger, der sich dann auch Johannes Paul 2. nannte und seit nunmehr 27 Jahren den Stuhl des ersten Papstes, Petrus innehat und dabei satte 84 geworden ist.
In anbetracht der historisch überlieferten Tatsache, dass weder der Kirchengründer Jesus, noch sein erster Papst Petrus nicht einmal 35 Jahre alt geworden sein sollen, eine recht beachtliche Leistung.
Ansonsten ist die Leistung dieses Johannes Paul auch recht überschaulich. Wie seine Vorgänger wetterte und verdammte er Abtreibung Homosexualität und die in seinen Augen absolut gotteslästerliche Homoehe.
Das es auch sehr häufig gerade seine, die katholischen Priester und Pfaffen waren und sind, die sich bei ihren Messdienern eingehend nach dem Körperbau fremder Männer und sogar Kinder erkundigen, übersieht Johannes Paul geflissentlich.
Denn das Zölibat der katholischen Pfaffen war für den zweiten Johannes Paul selbst im zweiten Jahrtausend nach seinem Christi, also drei Wochen nach dem Mittelalter noch eisernes Gesetz.
Der Papst war ja auch in der Lage, sich anderweitig abzulenken und er lernte das Reisen und so ziemlich jeder große Flugplatz dieser Welt hat nun einen päpstlichen Knutschfleck. Für einen Polen, der hinter dem eisernen Vorhang aufgewachsen war, absolut verständlich, aber für das Oberhaupt einer so großen Glaubensgemeinde wie der christlichen, eigentlich nur albern.
Er reiste besonders gern in die Kinderreichen Länder der dritten Welt, um dort das Neue Testament mit „Seid Fruchtbar und mehret Euch!“ zu zitieren und mit einem Kondom zu wedeln und es als übles Werkzeug Satans zu verfluchen.
Soll doch AIDS die Runde machen, könnte man denken. In einem Anfall von besonders guter Laune hat sich Johannes Paul auch ganz nebenbei und in einem Atemzug für die kleinen Unannehmlichkeiten im Mittelalter entschuldigt, die drei Kreuzzüge und die Inquisition seiner Kirche da wohl mit sich gebracht hatten.
Dann fiel auch Johannes Paul auf, dass seine katholischen Priester so ziemlich jede Kanone in allen Kriegen der letzten 2000 Jahre gesegnet hatten und nun war er ganz plötzlich gegen jeden Krieg und ließ sich als Papst des Friedens feiern und hochleben.
Mir persönlich war der Mann immer genauso suspekt, wie dieser ganze Glaube.
Ich persönlich Glaube an den ganzen christlichen Quark erst, wenn irgendeiner diesen Jesus mal exhumiert und aus dessen Leiche dann etwas Göttliches extrahiert hat. Bis dahin mag der Pope, der sich so gerne Heiliger Vater nennt, noch weiter vor sich hin siechen und hüsteln oder durch die nächste christliche Marionette ersetzt worden sein. Sollte Johannes Paul also den Löffel reichen und zu seinen Vorgängern, wahlweise in den Himmel hinauf, oder in die Hölle hinab fahren.
Mein Text hier wäre dann ein recht zeitiger Nachruf auf ihn. Mit 84 Jahren hat Johannes Paul auch sein Leben gelebt und keiner kann sagen, dass er „plötzlich und unerwartet verstarb“!
In diesem Sinne, habemus papam.