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Hannibal Begins

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Schon, als ich zum ersten Mal hörte und las, es solle zur Trilogie um den bösen, aber sympathischen Kannibalen und Feinschmeckers Hannibal Lecter, der jedem Filmfan in der Person des Anthony Hopkins in „Das Schweigen der Lämmer“ bekannt wurde, nun ein vierter Teil hinzugefügt werden, der „Hannibal Rising“ heißen solle, war mir irgendwie klar, wie heftig das in die Hose gehen muss. Antony Hopkins wollte keinen weiteren Film drehen und da mussten Regisseur Peter Webber und Autor Thomas Harris in die Kiste mit der Vorgeschichte greifen und damit beginnen, wie Hannibal Lecter zu dem wurde, was er in „Das Schweigen der Lämmer“ war. Erst einmal eine Idee, die nur nach Geldmacherei roch, was es am Ende auch war, aber man hätte etwas daraus machen können. Nur hat Autor Harris es dabei belassen, nur das Trauma zu zeigen, was Hannibal Lecter in seiner Kindheit im Weltkrieg hatte, als Deutsche, dann Russen und dann Marodeure seine Eltern überfielen, umbrachten und die Marodeure zum Schluss noch die kleine Schwester verspeisten und der junge Hannibal als Kind dabei zusehen musste. Etwas Krieg, Kannibalismus und ein Trauma mit anschließendem Rachefeldzug sind an sich schon etwas mager als Erklärung des Lebens des Dr. Hannibal Lecter. Nur richtig dürftig wurde es dann bei der Besetzung des Films. Als den jugendlichen Rächer hatte mal die Rolle des jugendlichen Hannibal Lecter mit einem gewissen Gaspard Ulliel besetzt, der mit schauspielerischem Talent nicht unbedingt überfüttert, eigentlich auch das größte Manko des Films ist. Da, wo bei Anthony Hopkins energisch funkelnde und eloquente blaue Augen blitzen und beeindrucken, stiert Gaspard Ulliel mit dunklen bis schwarzen Augen vor sich hin, wie eine tiefgefrorene Ratte. Das beeindruckt nicht und macht auch keine Angst, sondern fängt nach einer halben Stunde sogar an zu langweilen und der Film streckt sich dann so, optisch eher dürftig, auf fast zwei Stunden. Der junge Lecter zog und mordet sich durch halb Europa und zum Schluss auch in der neuen Welt, in Kanada. Die gebotenen Todesarten sind ganz leidlich, aber immer noch sehr viel schlechter als in „Das Schweigen der Lämmer“, dem ersten und wahren Film über Hannibal Lecter. Auf meiner persönlichen Skala erreicht „Hannibal Rising“ dann auch nur magere 5/10 Punkten und gewiss auch keine Kaufempfehlung. Ich habe ihn auch nur der Vollständigkeit halber und das Thema ist damit für mich durch.
Der Film ist großer Favorit beim diesjährigen "Festival des unnötigen Films" in der Slowakei.




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