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Harald Schmidt Lau

Den Eindruck bekam man zumindest, wenn man sich, wie ich gestern die neue Show von ihm in der ARD angesehen hat.
Da stiefelte ein alt gewordener Herr mit Zottelhaar, Bauchansatz und Doppelkinn auf die Bühne, der aussah wie eine Mischung aus Albert Einstein und Emmet Doc Brown aus Zurück in die Zukunft und machte laue Späßchen über dieses und jenes.
Späßchen und keine zündenden Witze mehr wie in seiner Hochzeit vor zwei Jahren noch.
Es war alles andere, als ein gelungenes Comeback.
Auf der Bühne stand ein selbstzufriedener Herr mittleren Alters mit sehr langer grauer Zotte, der seinem Publikum zu sagen schien:
„Ihr habt mich gewollt, die ARD zahlt mir eine Unsumme dafür, hier bin ich und nun macht was draus.“
Sein Witz war eher Lau und abgestanden und sein Blick suchte keinen Halt im Publikum, sondern ausschließlich beim Regisseur und Stichwortgeber Manuel Andrack.
Der war wohl auch noch das und der Einzige, der an die großen Zeiten des Harald Schmidt erinnerte, denn Harald Schmidt selbst wirkte trotz einjähriger Weltreise nur ausgepowert, blass und so erschöpft, das ihm Andrack fast schon die Show stahl, die es gar nicht gab.
Acht Jahre Sat1 mit am Ende sechs Tage de Woche waren wohl selbst für den drahtigen Multimillionär Schmidt zuviel und er ließ sich gehen.
Er hatte damit ein Vermögen gemacht und genau das ließ er die Menschen, die eigentlich eine neue Harald Schmidt Show erwartet hatten, auch mit jedem Blick wissen.
Wieviel Millionen die ARD für ihn auch am Ende locker gemacht hat, er war gestern zumindest keinen Cent davon wert.
Er hat das sicher ganz bewusst so inszeniert und aus dem Mythos Harald Schmidt nun eine Legende aus fernen und vergangenen Zeiten gemacht.
Der feste Programmplatz, der er früher einmal war und den man sehen musste, um mitreden zu können, hat sich damit völlig erledigt und er hat es ziemlich gut so arrangiert, dass man ihn jetzt nun wirklich nicht mehr sehen will.
Mich zumindest würden sein Anblick und sein laues Geschwafel nur daran erinnern, das es Altenheime gibt, die sich über Aufmerksamkeit und eine Kleiderspende freuen würden.
Wenn Harald Schmidt wirklich keine Lust mehr gehabt hat, hätte er zumindest die Größe besitzen sollen und 2003 bei Sat1 seinen völligen Ausstieg zu erklären und zu zelebrieren.
So wurde aus der kreativen Pause eigentlich nur ein größeres Loch, das sich nun eigentlich nur mit altem Filmmaterial von Harald Schmidt füllen lässt.
Der neue und kreativ gewordenen Schmidt ist eigentlich nur lau und ungenießbar!