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Hardware

Der moderne Mensch an sich ist ja von Hardware umgeben, aber nur die Wenigsten wissen davon, dass ihre Toaster, Fernseher, elektrisch betriebene Dildos, Beate Uhse-Puppen, Mikrowellen und Kaffeemaschinen auch nichts weiter als nur Hardware sind, denn der Terminus Hardware kreist ja hauptsächlich im Bereich der Computertechnologie. Um genau die soll es hier dann aber auch gehen, da weder elektrische Dildos noch Beate Uhse-Puppen zu meinem favorisierten Eigentum gehören. Ich für meinen Teil hantiere lieber mit echten Menschen und wenn die gerade nicht verfügbar sind, mit Computern. Nun ist es aber gerade deren angeschlossene Hardware, wie Monitore, Drucker und Brenner, die schon charakterlich dazu neigt, Probleme zu machen und zu den falschesten Zeitpunkten einfach mal eben auszufallen. Am liebsten dann, wenn aber auch das letzte Geld alle ist, aber der Monat aber noch so um die 12 Wochen dauert. Nun habe ich ja schon 1982 meine ersten Erfahrungen mit westlicher Technik gemacht, die zwar in jedem Fall besser als die östliche war, aber auf keinen Fall haltbarer. In der DDR wurde nicht besser, aber auf Haltbarkeit gebaut, was einen ganz einfachen Grund hatte, denn es gab keinen Konsumgüterhandel, der diesen Namen auch verdient hätte, denn dazu waren die Rohstoffe einfach zu knapp und zu teuer, weil sie importiert werden mussten. Im Westen gab es solche Einschränkungen nicht und darum wurde billig und auf Verschleiß gebaut, damit der umworbene Konsument auch ganz schnell wieder Geld ausgeben kann und muss. Diese Praxis ist auch heute noch sehr gängig. Bei manchen Geräten, ob nun zum Haushalt gehörend oder zum Computer, hat man den Eindruck, der Timer, der die automatische Selbstzerstörung in Gang setzt, fängt in der Minute an zu ticken, wo man das Teil bezahlt aus dem Laden trägt. Die alte Garantiezeit von sechs Monaten hat dazu ja fast aufgefordert. Unter Rot/Grün hat die damals zuständige Ministerin Renate Künast nach einer Richtlinie der EU dann auf eine Garantiezeit von zwei Jahren verlängert, aber an der Sache an sich hat das nicht viel geändert und die Selbstzerstörungsmechanismen in den Geräten liefen unbeeindruckt weiter. Der Handel reagiert prompt und baute ganz einfach andere Fallen ein. Wenn man nun Pech und beim falschen Händler gekauft hat, kann es passieren, dass man als Kunde(!) den Garantiefall erst einmal nachweisen muss. Es könnte ja sein und man hat das nagelneue Gerät natürlich selbst zerstört und hat somit keinen Anspruch auf Garantie. Wie auch immer, die Hardware, um die es mir hier geht, war ein Gerät, das stolze sechs Jahre einwandfrei funktionierte und damit auch außerhalb jeder, wie auch immer gearteter, Garantie lag. Es war ein 17 Zöller Flachbildschirm, der mit, damals noch 2500 DM sauteuer war, aber als Gimmick einen Fernsehtuner hatte, den ich allerdings nicht nutzte. In einem Anfall von mütterlicher Großzügigkeit und Wahnsinn hat meine Mutter mir dieses Teil 2000 für meinen alten Computer zum Geburtstag geschenkt. Interesse für Computer hat sie mit ihren 68 weniger als gar keines, aber sie hat registriert, dass es ein ziemlich teures Hobby von mir ist und ihre Sinne entsprechend geschärft. So schießt sie sich gerne und vernünftigerweise auf billige Sonderangebote ihrer favorisierten Supermärkte ein, wenn die so etwas anbieten. Das Letzte dieser Art war ein Angebot bei Lidl. Ein 19Zöller Flachbildschirm von Targa für gerade mal 279 Euro, die ich nie hätte, aber sie mit großem Herzen für mich ausgab. Im Media-Markt fängt dasselbe Gerät bei 350 Euro an, aber wir sind blöd und kaufen woanders. Es sollte eigentlich ein Geschenk zu Ostern werden, wo die Christen ihre Orgien feiern und normale Menschen sich nur beschenken. Nur beschloss mein Samsung, der Monitor mit dem Tuner, dann doch, ein paar Prozessoren und Dioden auszuhusten und sein Leben auszuhauchen. Warten ist nicht mein Ding, also kam Julian vorbei und Schloss mir den 19 Zöller gleich an. Was für ein Unterschied! Als würde ich von einem Campingfernseher plötzlich ins Kino wechseln. So brauche ich auch keine Lesebrille mehr, wenn ich mir im Internet Texte kommen lasse und für das Schreiben gilt dasselbe. Spekulieren, wie lange diese Hardware halten wird, verkneife ich mich fürs Erste, denn jetzt freue ich mich erst einmal über dieses kluge Geschenk. Es kam, wie es kommen musste, denn nun spinnt ein Drucker!

Für die, hier leider üblichen anonymen Wut und Belehrungsausbrüche, anonyme Beschimpfungen durch Mutanten, Idioten, also peinlichen Nenschen und Mantelkindern, die Kommentarbereich und Gästebuch nicht trennen können, oder auch nur für Kommentare, bitte hier klicken!