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Harte Zeiten

Irgendwie war früher alles einfacher. Ich war nicht nur an etlichen Jahren jünger, sondern auch an etlichen Kilo.
So konnte ich für mein mehr an Bedürfnissen immer kurzfristig meinen Körper zu Markte tragen und ihn den Frauen für gutes Geld feilbieten.
Natürlich war es ekelhaft und widerlich.
Aber ich war jung und brauchte das Geld!
Von dem „Früher und als ich noch“ sind nur die Konjunktionen geblieben. Habe ich jetzt einen Wunsch und biete meinen Körper gegen Geld auf dem Rentnerstrich an, sieht die Sache ungleich härter aus.
Eigentlich ist nur der Brad Pitt der Erfahrung übrig geblieben von dem, was mal ein recht ansehlich gebauter Körper war. Nur damit lässt sich keine Sucht finanzieren, auch wenn sie so abartig ist wie meine. Habe ich früher nur meine relativ harmlose Dosis Heroin, Kokain oder Mondamin gebraucht, die ich mir setzen musste, ist die Droge im Alter härter, verbotener und vor allem teurer.
Sie nennt sich DVD und ist auch eine bösartige Erfindung der Unterhaltungsindustrie.
Es gibt fast alles auf DVD, vom Dolby 5.1 dts real Klingelton mit Raumklang fürs Handy, bis zur Hi Definition Color schwarzweiß extendet Version von Ben Hur, in der er mit seinem Streitwagen auf der U-Bahn Trasse von Ägypten bis Südamerika fährt und dafür lohnt dann auch schon mal vermehrter Körpereinsatz, denn so etwas muss man einfach alles haben.
Wenn die Sucht dann mal nicht bekommt was sie sucht, kann das böse körperliche Folgen haben. Man bekommt einen bösen Turkey, ist gereizt, depressiv und antriebslos und schreibt in ganz schlimmen Fällen dann solche Texte hier.
Nur gibt man sich dann den Freierinnen hin, die früher mit 20 Jahren älter einfach nur 40 waren, sind diese heute weit über 60, erinnern stark an Mutter, haben aber wesentlich mehr Falten im Gesicht und anderswo.
Die im Gesicht kann man ja deutlich sehen, aber „anderswo“ ist man auf sein Gefühl angewiesen und alleine das kann schon in üble Irrtümer ausarten, die ich aber nicht näher beschreiben möchte.
Adonis selbst ist ja auch gealtert, aber man weiß nicht, ob er je am Bahnhof anschaffen war.
Da Drogen damals billig und erlaubt waren, darf man das bezweifeln.
Inwieweit Adonis einen Grundbedarf an DVD zu decken hatte, ist historisch hingegen ziemlich ungeklärt. Also, selbst wenn ich mal so aussah, wie er oder Brad Pitt, die Bedürfnisse sind andere und ich muss mich weiter am Rentnerstrich anbieten, wenn ich die Unmengen meiner Droge DVD bezahlen möchte.
Nur der Anblick kostet meist noch etwas Überwindung, denn die meist 90 Kilo Frau im String Tanga Sorgen dann doch für eine schnelle Abkühlung bei solch intensiver Zwischenmenschlichkeit.
Heute bin ich nun nicht mehr jung und brauche trotzdem das Geld, also weiter am Strich, bringe es, was es wolle.
Am besten eine steinreiche Witwe, die mir die letzte Jahre versüßt und mich ganz nebenbei noch mit ihrem Geld zuscheissen kann, denn da bin ich weniger empfindlich. „Geld stinkt nicht!“ meinte schon der römische Kaiser Vespasian und warum soll ich empfindlicher sein als der olle Römer? Ich bin nur gieriger!
Ich könnte ja auch kriminell werden und bei einem Bankraub den Fluchtrollstuhl fahren könnte, aber der hält über 150 Kmh ganz schlecht die Spur.