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Heile Welt auf Koks

Erst einmal die Meldung aus der gestrigen BZ:
Auf der Bühne schunkeln sie uns die heile Welt vor - doch hinter den Kulissen des "Musikantenstadl" sieht's ganz anders aus. RTL-Reporter von "Explosiv" fanden am vorigen Sonnabend in der Passauer Dreiländer-Halle, wo Karl Moiks Super-Stars live für die ARD jodelten, Spuren von Kokain auf der Künstlertoilette.
Dabei hat das Kamera-Team nicht verdeckt, sondern ganz offen gedreht (zu sehen heute um 19.10 Uhr, RTL). Der Veranstalter ist davon in Kenntnis gesetzt worden. Frank Biernat, stellvertretender "Explosiv"-Redaktionsleiter: "Rückschlüsse auf bestimmte Künstler sind nicht möglich. Wir können aber ausschließen, dass das weiße Pulver bei einer anderen Veranstaltung konsumiert worden ist." Die Toiletten wurden vor der Show gründlich geputzt.

Spätestens seit Konstantin Wecker weiß der Rest von Deutschland, dass auch der Bayer an sich schon ganz gerne mal in die Welt des künstlichen Seins flüchtete um kreativer zu werden. Wecker wurde in Bayern damals noch mit dem Spruch abgetan, „Joa, des is eh a Roda und di brauchn so etwas hald!“. Nun ist der Musikantenstadl ja alles andere, als eine Hochburg böser Roter Gesinnung, sondern eher das Gegenteil. Der schwerkatholische „Staat“ im Staate Deutschland ist also auch kein Stück besser als der Rest der unchristlichen Welt.
Da kommt bei den übrigen Deutschen natürlich nur ungeteilte und unverfrorene Häme auf, wenn selbst die bayrischen Vorzeigemenschen aus dem Mutantenstadl auch Drogen schnüffeln müssen, um ihre aufgesetzte Fröhlichkeit unter das Volk zu bekommen. Gewusst hat man das als echter Musiker oder auch nur als normaler Mensch ja irgendwie schon immer, denn wer ernsthaft solche Laute von sich gibt, wie sie im Stadl hirnfreie Leute erfreuten, der konnte nie ganz bei Sinnen sein.
Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft in König Stoibers Alpendisney und Stoiber darf jetzt seine Finger im Zaum halten, mit denen er so gerne auf andere Deutsche gezeigt hatte. In seinem Stadl wird durch die Nase gejodelt, genauso wie auf den gotteslästerlichen Rockkonzerten auch, die der brave Bayer an sich ja so verachtet. Die anwesenden und somit auch verdächtigen Volkskünstler lesen sich wie das Who is Who von Stoibers Haus und Hofmusikanten:
Die Mürztaler, Rosanna Rocci, Stefan Mross, Semino Rossi, André Rieu, die Steirische Streich, Chris Howland, die Jungen Tenöre, die Tiroler Spatzen, Monika Kaelin, die Mayrhofner, Michael Klostermann und seine Musikanten, die Stoakogler und Tony Marschall. Auch die Wolfgang Lindner Band und das MDR Deutsche Fernsehballett waren mit von der Partie.
Die Meisten davon kennt kein normaler Mensch, oder nur vom Hörensagen, aber die Alpenhupe Stefan Mross sprach ganz ehrlich zu RTL:
"Warum sollte ausgerechnet diese Szene eine saubere sein?".
Immerhin einer bekennt, das es möglich ist, während das Trachtentier Karl Moik, der Chef der ganzen Sache, die Arme hochreißt, sich wehrt und selbstverständlich anonyme Fremde nicht ausschließt:
"Ich war's nicht! Es gibt in der Passauer Halle keine separaten Künstlertoiletten, die stehen jedem offen. Ich kann nicht ausschließen, dass jemand gekokst hat.“
An und für sich kein sehr schönes Thema, aber es wurde mal Zeit, das diese nervige Seifenblase mit einem lauten Knall zerplatzt, denn mir war dieser inzestiöse bayrische Trachtenzauber immer schon suspekt.
Der Schnee auf den Alpen reicht dem gemeinen Bayern offensichtlich nicht mehr!