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Hollywoods Feigenblatt

Dem kritischen Filmemacher Michael Moore einen Oscar zu verleihen und sich ansonsten unpolitisch zu geben, ist so ziemlich die größte Heuchelei, die sich Hollywood in den letzten Jahren geleistet hat, wie zwei Filme aus der Filmfabrik beweisen. „Airforce One“ mit dem charismatischem Harrison Ford als Präsidentendarsteller von 1997 und „Collateral Demage“ von 2002 mit dem aktuellen Gouvernator von Californien, Arnold Schwarzenegger. Beides Schauspieler mit Symphatiewerten, von denen die jeweiligen echten Präsidenten, Bill Clinton und George W. Bush nichtmal zu träumen wagten. In „Airforce One“ hilft die USA auf Bitten der russischen Regierung aus und entführt den Präsidenten einer der ehemaligen Teilrepubliken der Sowjetunion Radek. Purer Zufall, das Disney, die Macher dieses Werks, sich dafür Kasachstan aussuchten und nicht Tschetschenien. Der Plot des Films ist bekannt. Der Präsident, ein Vietnamveteran(Hieb gegen Clinton, der dem Vietnamkrieg für sich ganz einfach abgelehnt hatte und zuhause in Arkansas lieber das ein oder andere Tütchen rauchte!)muß auf dem Heinflug seine fliegende Festung, die Airforce One, gegen einige böse Sympathisanten Radeks verteidigen und darf auch schon mal mutig und als Einzelkämpfer mit einer eroberten Kalaschnikow wild in seiner Maschine herumballern und Bösewichter metzeln und natürlich auch happy enden.
„Collateral Demage“ geht da etwas weiter. Der herzensgute Feuerwehrmann Arnie muß ansehen, wie seine Familie bei einem Terroranschlag von Kolumbianern umgebracht wird und ist entsprechend angefressen und als ein kolumbianischer Sprecher den Tod seiner Familie im Fernsehen dann auch noch als Kollateralschaden (Das war übrigens das Unwort des Jahres 1999!) bezeichnet, wird der Terminator sauer und sinnt nach Vergeltung, die ihm die Politik natürlich nicht bringt.
Der Amerikaner als solcher nimmt solche Sachen dann doch lieber selbst in die Hand und der menschenfreundliche Firefighter fällt dann mal eben in Kolumbien ein und erledigt das vor Ort. Das Schwarzenegger im Gegensatz zu seinem fünf Jahre älterem Kollegen Ford dabei eigentlich nur tramplig und alt wirkte steht auf einem anderen Blatt. Die Botschaft allerdings ist umso klarer. Vom Attentat aufs WTC bis hin zum Krieg mit dem Irak, für alles hat Hollywood nichtnur die Erklärung, sondern praktischerweise auch die Lösung. Neu ist das Ganze dann auch nicht, wenn man alleine mal nachzählt, wie oft durch Sylvester Stallone und Chuck Norris der Vietnamkrieg im Nachhinein noch gewonnen würde. Hollywood ist also genauso unpolitisch, wie der Papst ein Buddhist und da ist der Oscar an Michael Moore nur das gewünschte Feigenblatt! Dafür hat der ziemlich echte Präsident Bush mit seinem Irakabenteuer und den zahllosen toten GIs dort mittlerweile bei Umfragen den Symphatiewert eines Spulwurms erreicht und Niemand möchte ihn jetzt gewählt haben. In Hollywood erst recht nicht!