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Ich bin Kommunist

Diese, doch etwas überraschende Erkenntnis verblüfft nicht nur mich, die Wenigen, die mich besser kennen und auch die weniger engen Bekannten, sondern sie sind ganz schlicht verbaler Durchfall. Ausgesprochen sind sie von einem 16jährigen Beamtensohn aus der Politikmetropole Deutschlands, aus Trier der mich sogar mal besucht hatte. So, wie ich das sehe. Kam er nicht als Freund, sondern um zu sehen, ob seine Taschengeldsteuer im ostdeutschen Zoo, also bei mir, auch gut angelegt ist. Dieses helle Kerlchen, das sich bis vor kurzem noch ziemlich erfolgreich als mein Freund getarnt hat, begrüßt mich mittlerweile schon so:

--Simon-- (ICQ#123456789) Wrote:
Du hast unsere "Freundschaft", falls es das für dich jehmals war, für das Rot/Grüne-Parteiprogramm verkauft.

Aus diesem Satz spricht nichtnur die geballte Ladung politischer Weisheit des Westens, sondern sogar eine gewisse seherische Fähigkeit, die jeden Copperfield um Längen schlägt, denn ich kann mich nicht daran erinnern, jemals bei einer Koalitionsverhandlung zugegen gewesen zu sein und davon abgesehen, was hat meine politische Ausrichtung denn bitte mit einer Freundschaft zu tun? Zumal meine sämtlichen Lehrer, die unter mir leiden müssten, mich eigentlich in einer ganz anderen politischen Ecke wähnten, denn ich bin eher nicht als übertriebener Sozialist aufgefallen und ich hatte sogar reichlich Stress deswegen. Kennen gelernt habe ich diesen weiteren Geistesakrobaten im Internet und da natürlich bei der Generation @, also auch bei GIGA. Wundern sollte mich solcherlei Idiotie also nicht, denn da hingen ja sogar ältere Semester rum, die so richtig was an der Waffel haben. Perfekte „Vorbilder“, von denen sich auch mal einige als meine „Freunde“ bezeichnet hatten, um dann ganz gepflegt auszuflippen. Sowas ist also doch so ansteckend, wie ich immer befürchtet habe. Mir ist doch absolut Brot, was mein Freund wählt und wenn er die Partei der Holzbeintragenden Zahnputzfetischisten wählt, ist mir das auch egal, solange es kein Nazi ist. Ich selbst hatte in der DDR auch Freunde, die sogar der SED was abgewinnen konnten. Deswegen waren sie noch lange keine schlechten Menschen. Sowas nennt sich Toleranz und die hat sich die Bundesrepublik ja per Grundgesetz auf die Fahnen geheftet, aber offenbar kommt das in den Zeiten von Pisa nicht, oder zumindest nicht überall an. Zumindest nicht in Trier und Umgebung! Es ist mir ja auch völlig egal, dass Simon ein Fan der hässlichen Putze und des Kohlgroupie Angela Merkel und ihrem schwarzen Steuerhinterzieherverein ist. Wer das unbedingt braucht, wenn er zu Bett geht, meinetwegen. Nur solch dogmatische Fanatiker gingen mir immer schon schwer auf den Zünder. Mit sowas hab ich ja nun schon recht wissentlich seit über 30 Jahren zu tun, aber ich dachte, in diesem neuen Deutschland hätte sich das gelegt. Aber wo politische Bildung offensichtlich Glückssache ist, wird es schwer mit der Logik. Simon stört es wenig, das in seiner „modernen CDU“ von 2004 immernoch ein SS-Richter und Altnazi Hans Filbinger; Der 1978 aus Ämtern getreten wurde, weil er der abenteuerlichen Meinung war, was unter Hitler Recht gewesen ist, dürfe 1978 kein Unrecht sein, herumgeistert und sogar Bundespräsidenten wählen darf, genauso wenig, wie es ihn stört, das ein drittel dieser CDU aus dem Osten kommt und dort 40 Jahre tapfer mit der SED paktiert hat, wie es ihn auch nicht stört, sich im Internet auf dem Board eines, schon berüchtigten Päderasten zu tummeln, der ganz andere Sachen, als politische Diskussionen mit ihm im Sinn hat. Hauptsache, der wählt auch brav die CDU! Was der in der Wahlkabine dann tatsächlich macht und ob seine Kreuze nicht doch bei der Lila Liste enden, erfährt Simon ja nie. Der kleine Fan der CDU konnte es auch mit seinem politischen Gewissen recht gut vereinbaren, wenn ich ihm von meiner mühsam erarbeiteten Rente die eine oder andere DVD zu m Geburtstag oder Weihnachten geschickt habe. Ich hab also wieder den Fehler gemacht, dem Falschen vertraut und war ehrlich und gut zu ihm. Da konnte ich nicht sozial genug sein. Nur offenbar sind die Kids von heute damit schwer überfordert. Denn nur recht dumme Kinder äußern sich so:

--Simon-- (ICQ#123456789) Wrote:
aber die genossen scheinen den wert des wortes freundschaft nicht zu kennen.

Und verabschieden sich damit:

--Simon-- (ICQ#123456789) Wrote:
nene, schubi du bist einfach blöd und stupide.

--Simon-- (ICQ#123456789) Wrote:
ich hab auch keine zeit mehr für deine geistigen aussetzer. *ww*

Die Reihen der echten Freunde aus dem Internet lichten sich, aber was verlange ich denn, wenn ich bei GIGA suche? Da kann ich schon froh über die wenigen tatsächlich Echten, wie Felix, der Simon immer schon misstraute, Michi, Markus und Julian!
Ich möchte nur wissen, warum ich immer wieder an gesellschaftliche Authisten gerate!