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Identität

Noch mehr Horror, der aus der kranken Psyche eines Menschen herrührt findet sich in dem Thriller „Identität“ von James Mangold, der mit Ray Liotta, John Cusack und Alfred Molina sogar ziemlich hochkarätig besetzt ist.
Das Thema da ist ein rein psychologisches, da es da um die mehrfache Persönlichkeitsspaltung eines Mörders geht.
10 völlig Fremde(?) treffen bei einem Unwetter in einem Motel aufeinander und werden nacheinander ebenso blutig wie phantasievoll gemeuchelt.
Ein Film, der von Anfang bis zum Ende durchgehend spannend ist und dessen Auflösung, ganz im Gegensatz zu den üblichen Filmen dieses Genres, da dann doch noch zu überraschen weiß.
Er ist nicht mal ansatzweise so blutig wie SAW, aber dafür sehr viel spannender.
Die Handlung spielt teilweise auf so vielen verschiedenen Ebenen, dass es Mühe macht, hinterher zu kommen.
Jeder kann Opfer werden und jeder kommt als Täter in Frage. Bei zehn Menschen in einem Motel kommt da einiges an Möglichkeiten zusammen.
Die Morde, die dann tatsächlich passieren, sind auch von ziemlich bizarrer Natur.
Ein fehlender Kopf ist da noch das Wenigste.
Da gibt es auch schon einmal wen, der sich an einem Baseballschläger verschluckt und ähnlich kuriose Todesarten, wie sie eben nur in Horrorfilmen vorkommen.
Eine Schizophrenie, die sich auf zehn Persönlichkeiten erstreckt und von denen dann sogar einige ziemlich reale Mörder sind, dass ist eine ziemlich gelungene Grundlage und ein guter Stoff für einen wirklich guten Horrorfilm, obwohl „Identität“ eigentlich eher ein sehr guter Psychothriller ist, der auch ohne 20 Eimer mit Blut auskommt, aber dennoch oder gerade deswegen verdammt spannend ist.
Ein gut gemachter Thriller wie „Identität“ beweist eindrucksvoll, dass es sich durchaus bezahlt macht und lohnt, auch in einem solchen Film mal 20 Dollar mehr in die Gage für gute Schauspieler zu investieren, die mehr als 10 Sätze zusammenhängend von sich geben können.
Allein schon Ray Liotta und John Cusack halten den Film mit makaber witzigen und sarkastischen Sprüchen auf einem, durchaus sehenswertem Niveau, aber auch alle anderen Akteure tragen ziemlich unblutig zum Gelingen dieses Filmes bei, ohne, dass es an Spannung fehlt.
Eigentlich ganz im Gegenteil, „Identität“ bleibt spannend bis zum Ende, wenn man meint, alles sei aufgeklärt. Genau dann kommt noch eine überraschende Wendung und man ist als Zuschauer zufrieden. Ich für meinen Teil war es jedenfalls und habe den Kauf dieser DVD noch immer nicht bereut.