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Impression III

So der Titel des geschmierten Machwerks im Wartezimmer des Krankenhauses, wo mein Bauchfell auf tiefergreifenden Läsionen untersucht werden sollte, die ich mir bei einem Rittberger auf dem Weg zu meinem Kühlschrank am letzten Freitag geholt haben könnte. Es war nein erster eigener Körperkontakt zu dem, was gemeinhin als Gesundheitsreform gescholten wird. Freitag lag ich wegen meines glatten Parketts auf der Schnauze und begrub unter mir einen Teewagen aus Aluminium. Erst gestern fing es an zu schmerzen und schon heute war meine Hausärztin mit schwer besorgtem Gesicht zur Stelle und drückte mit wachsender Begeisterung auch genau an den Stelle herum, die mir auch besonders schmerzten.
Ihre Diagnose war genauso schlicht, wie sie wenig überwältigend war, ich hätte Schmerzen im Bauchraum. Irgendwie war mir das auch ohne Arzt bewusst, aber sie bestand auf eingehender Untersuchung in einem Krankenhaus. Meine Begeisterung war eher mäßig, aber was sein muss, muss nun mal sein. Ob der Rettungstransporter so schnell da war, weil ihn eine Ärztin bestellte oder weil er diesmal sofort und cash kassierte, entzieht sich meiner Kenntnis, aber auf jeden Fall war er schnell.
Er lieferte mich im Krankenhaus ab und dort schob mich ein Zivi zum Wartezimmer eines Chirurgen, wo besagte „Kunstwerke“ hingen. Neben jedem ein Preis in Euro, wo ich zuerst vermutete, man bekäme den fürs anschauen, aber diese Hoffnung sollte sich zerschlagen, denn ich musste unbezahlt zu einem finster und gelangweilt blickenden Chirurgen, der mich wie ein Ersatzteillager musterte und mir versicherte, mich gleich auf Station einweisen zu lassen, wenn die anstehende Ultraschalluntersuchung dieses ergeben würde. Mein Tag schien gelaufen. Ich ließ den Siechen raushängen und mich von einem Zivi zur Station mit dem Ultraschall fahren. Im unvermeidlichen Wartezimmer dort saß auch die unvermeidliche alte Frau, die mich dann auch sofort und ziemlich unaufgefordert mit speziellen Details ihres Krankheitsverlaufes zu erfreuen suchte. Eben ein Krankenhaus. Die Untersuchung ergab irgendwie auch genau das, was mir schon schwante, ein großer blauer Fleck, der nur nach innen ging und dadurch mit Schmerzen nervte. Ich konnte also wieder nach Hause und hatte Glück. Zuhause angekommen manifestierte sich mein Glück weiter. Von den 60 Kellern meines Hauses war in zwei davon eingebrochen worden und einer davon gehörte natürlich mir. Nun muss ich eine Aufstellung der dort geraubten Dinge machen und ich überlege, wie ich jetzt die Mona Lisa und die britischen Kronjuwelen unterbringe, die ich selbstverständlich im Keller hatte. Also Alles in Allem ein fast normaler Wochentag. Nur die Impression III wollte sich mir beim besten Willen nicht erschließen!