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Insektenplage

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Es geht um Starship Troopers, den Film, den Paul Verhoeven 1997 bildgewaltig in Szene gesetzt hat und von dem mir, emunio sei Dank, die ersten beiden Teile gehören und den ich mir mal wieder gegeben habe. Es gibt noch eine Menge Teile mehr, aber die sind nur noch grottig.
Wer kennt das Problem mit den Insekten nicht?
Jeder, der in einer feuchtwarmen Sommernacht draußen gesessen hat, oder der im Wald ein Picknick neben einem Ameisenhaufen machte, hat das schon einmal durch, diesen absolut aussichtslosen Kampf gegen jede Art Insekt.
Das griff Paul Verhoeven nun 1997 auf und machte daraus den Kassenschlager Starship Troopers. Da bekam das Viehzeug dann den englischen Namen Bug verpasst, weil Bug in dem Zusammenhang tatsächlich mal nichts mit Windows zu tun hatte, sondern schlicht und ergreifend das englische Wort für Käfer ist.
Das Sience Fiction Splatter Spektakel ist im Jahr 2400 angesiedelt und ist damit praktisch das völlige Gegenstück zur heilen Zukunft des Captain Picard aus StarTrek TNG.
Ich vermute mal, dass es Verhoeven auch genau darum ging.
Paul Verhoeven war der ewig, mit den Direktiven der Sternenflotte unterm Arm, forschenden und viel pseudokluges Zeug von sich gebenden Captain Picard wohl auf Dauer irgendwie zu lau und so lässt er es auch in Starship Troopers so richtig krachen.
Einzig an Schauspielern hat Verhoeven gespart, denn nur der alte Eisenfresser Michael Ironside ist ein bekannter Name in Starship Troopers und ansonsten werden Reihenweise relativ unbekannte amerikanischen Seriendarsteller werden im Film, im wahrsten Sinn des Wortes verfüttert.
Wie bei StarTrek gibt es auch eine Föderation, aber nicht von vereinten Planeten, sondern nur auf der Erde und die dient alleine dazu, möglichst viele außerirdische Käfer platt zu machen. Allerdings ist jeder dieser Käfer so groß wie ein Kleinwagen der Mittelklasse und zu allem Überfluss auch noch bewaffnet. Eine Eigenheit, die den irdischen Insekten von heute zum Glück noch völlig abgeht. Wegen dieses Kampfes gibt es im Film auch sehr viel martialisches Waffenklappern und eine ganze Menge noch martialischer Sprüche.
Im ersten Film geht es hauptsächlich darum, den militärisch denkenden Kopf der außerirdischen Insekten auszumachen und gefangen zu nehmen, den so genannten Brainbug, also den Käfer mit Hirn. Das gelingt selbstverständlich auch, aber das restliche Viehzeug führt einfach weiter den fiesen Krieg gegen die Menschheit und daraus resultieren dann auch alle weiteren Filme mit dem Namen Starship Troopers, die aber mit Paul Verhoeven nichts mehr zu tun haben und von daher auch entsprechend langweiliger sind. in Teil Zwei von Phil Tippett geht es dann auch nur noch darum, wie die Menschen von den Alieninsekten besiegt, übernommen und gefressen werden.
Ein relativ unblutiges Splattervergnügen, in dem es Körperteile nur so regnet und wenn man dass erst einmal weiß, kann man sich alle weiteren Filme, die Starship Troopers heißen, auch ganz getrost sparen, denn das die Insekten die Menschheit in jedem Fall überleben werden, das weiß man, wenn man es einmal mit einem Mückenschwarm oder Ameisenhaufen zu tun bekommen hatte.
Die beiden ersten Teile, die es wegen der FSK 18 bei Amazon allerdings nicht gab, sollte man sich doch in Ruhe mal antun und vergnügt darüber nachdenken, wie klein und wie unwichtig der Mensch und seine Probleme von heute doch eigentlich sind. Der Film ist schöne, unterhaltende Ballerei in der Zukunft und damit klare 10/10 auf meiner persönlichen Wertung.



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