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Insomnia

Heute war Kinotag und wir sahen einen ganz besonderen Film. Wir, das war Torstens zwei Frauen, sein Frau Bine und seine kluge und hübsche 16jährige Tochter Lina und ich. Lina ist auch das einzige Mädel in dem Alter, was ich kenne, das mehr, als nur Schmuck, Schminke und Klamotten im Kopf hat. auf dem Plan stand, die Überschrift lässt es erahnen, der Film Insomnia, mit Al Pacino und Robin Williams in den tragenden Rollen. Wir kamen recht günstig, denn der Film begann sofort. Man sah ein Flugzeug über den Eisgebirgen Alaskas, wo Pacino als Polizist mit seinem Partner ein Kaff in Alaska ansteuerten, in dem ein Mädchen erschlagen worden und die dortige Polizei damit völlig überlastet war. Ein Schnitt ins Innere des Flugzeug und auf Al Pacinos Gesicht, das vom Alter mindestens genauso zerklüftet war, wie die Landschaft über die sie flogen, machte jedem Kinogänger klar, das dieser Mann, der schon vor Jahrzehnten einen Paten erfolgreich dargestellt hatte, in einer Geste mehr schauspielerisches Talent besaß, als ein Tom Cruise in seinem ganzen Leben je haben wird. Die Spannung, die sich langsam aufbaute und über den ganzen Film auch so blieb, zeigte, das dieses kein amerikanisches Fast Food Kino war, sondern schlicht ein Meisterwerk. Die Präsenz Pacinos war geradezu erdrückend und sollte es auch bleiben. Dadurch, das Pacino den guten Polizisten spielte, war nur irgendwie jedem klar, das Robin Williams eigentlich nur der Schurke sein konnte. Das war auch der einzige Mangel des Filmes. Wie sollte man Jemandem, der den alten Peter Pan, Mrs. Doubtfire und den cleveren Geschichtsprofessor im Club der toten Dichter gespielt hatte, denn abnehmen, das er nun auf einmal ein Schurke und Bösewicht sein sollte? Es wurde also eine Art One Man Show von Al Pacino. Diesem Helden war man zugetan und vergab ihm sogar, das er im Nebel Alaskas versehentlich seinen Partner erschoss, der ohnehin nur als Toter seine besten schauspielerischen Fähigkeiten zum Tragen brachte, denn Pacino ließ anderen schauspielerisch sowieso keine Luft. Nur eine kleine Polizistin, die dem Tod von Pacinos Partner nachging, sorgte ab und an für etwas Luft. Auch als Pacino Williams als Täter ausgemacht hatte und dieser in einem Gespräch auf einer Fähre, also in der Öffentlichkeit, mit Pacino einen teuflischen Deal ausmachen wollte, weil er, woher weiß keiner, davon wusste, das Pacino, seinen Partner erschossen hat und ihn damit erpressen wollte, spielte Pacino selbst diesen hochbegabten Mimen einfach glatt an die Wand. Es kam, wie es kommen musste in jedem soliden Amifilm zum Showdown in einer Hütte an einem Fluss. Auch, wie erwartet, ging der Schurke den Weg alles Irdischen und der Gute wurde verwundet und starb als Held. Die Beklemmung wollte trotzdem erst außerhalb des Kinos weichen und da waren wir uns einig, das wir gerade einen Spitzenfilm gesehen haben, der auch ohne viel Ballerei und zahllosen Toten spannend und eigentlich einfach nur gut war! Meine Meinung, Sehr Empfehlenswert für die Liebhaber wirklich guten Kinos.