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Jahresendkonsum

Da hat man es also vollbracht und ein weiteres Jahr des Lebens relativ unfallfrei zu Ende gebracht und es kommt, was jedes Jahr kommt, das Jahresende mit der nervigen Feierei. Mit einem rein christlichen Familienfest hat Weihnachten seit dem Tod meines Vaters und dem Ausbruch meiner Krankheit ohnehin nichts mehr zu tun, denn da vergeht einem schon der Drang, etwas zu feiern.
Zumal wir aufgrund unseres Erlebten alles andere, als gläubige Christen sind. Aber der Kopf ist ja noch dran, die Gewohnheit einfach da und so beuge ich mich dem Wort des Kanzlers und heize den Konsum und damit die Wirtschaft etwas an und meine gute Mutter macht das Spiel mit. Sie wird wieder alles tun, um mir jeden technischen Wunsch bzw. Unfug von den Augen abzulesen und zu erfüllen.
Die ersten erfüllten Wünsche, wie z.B. der Festplattenrecorder sind ja schon so im Einsatz bei mir, dass er schon die erste Reparatur hinter sich hatte.
Sie wird auch mein letztes und teuerstes Hobby mit Leben erfüllen und mir die erste Staffel der AkteX zukommen lassen. Etwas, auf das ich mich schon wahnsinnig freue, denn so kann ich mir diesen echten Kult auch genau dann ansehen, wenn ich es will und bin vom Privatfernsehen unabhängig. Die Werbung hält sich bei DVDs auch in überschaubaren Grenzen und so wird es ein echtes filmisches Highlight, wie ich meine. Dafür hat sie ja meine Freisprechanlage für Handy und Auto ja auch schon einige Zeit in Betrieb.
Die Zeiten, wo ich sie mit Hightech, wie Keyboard, elektronischer Schreibmaschine und Fernseher eindecken und versorgen konnte, sind ja seit Schlaganfall und spätestens seit der Wunderwährung des Herrn Kohl, dem Euro, ja nun mehr als nur vorbei.
Sie sind endgültig Geschichte.
Also muss ich mich bei meinen Geschenken auf ausgesuchte Kleinigkeiten beschränken, um meine Mutter zum Fest erfreuen.
Aber auch die liegen schon seit dem Sommer bei mir rum. Das Erste habe ich schon im März gehabt. Wir haben zwar nie genügend Geld in meiner klein gewordenen Familie, aber für eine mittlere Materialschlacht in Sachen Geschenken reicht es irgendwie immer.
Bei Geschenken für mich verhält es sich da relativ einfach, da es sich immer um das Zauberwort DVD dreht, weil ich das Zeug nun einmal sammle. Bei Mutter muss ich schon ganz genau beobachten, um hinter ihre Wünsche zu kommen, aber mit den Jahren habe ich auch diesen Trick raus.
Auch meine Mutter weiß hin und wieder einen recht guten Film mit guten Schauspielern zu schätzen, nur eben nicht auf DVD, sondern altersgerecht noch für den Videorecorder, den sie ja auch mal von mir bekam.
Ein entsprechender Film liegt für sie bereit und damit wird der sonst immer etwas öde heilige Abend auch nicht langweilig.
Da wir seit Jahren wegen der recht finalen Neugier unserer diversen Tiere auf Weihnachtsbäume und ähnlichen Kram verzichten, ist es sonst relativ egal, wer wen an diesem Tag besucht.
Nur sie hat, ganz im Gegensatz zu mir, noch einen funktionierenden Videorecorder und so bin ich dieses Mal der Gast meiner Mutter. Das Familienfest ist bei uns eine strategisch geplante Geschenkeorgie, die aber nichtsdestoweniger immer noch von Herzen kommt.
Das bisschen Geld, was wir haben, juckt in den Fingern und muss unter die Leute!