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Jarhead – Willkommen im Dreck

Jake Gyllenhaal war bei seinem größten Erfolg, „Donnie Darko“ (2001), wo er einen 15jährigen spielte, auch schon 21 und kam trotzdem schon recht glaubwürdig rüber. Genau, wie in "The Day after Tomorrow“ (2004), als er den Sohn fes Klimatologen Adrian Hall (Dennis Quaid) in einer neuen Eiszeit recht glaubwürdig gab.
Regisseur Sam Mendes schuf nun den ersten glaubwürdigen Film, der, ähnlich wie „Full Metal Jacket“ über den Vietnamkrieg über die Operationen Desert Shield berichtet, aus der dann die Operation Desert Storm wurde, in der die Amerikaner unter Leitung der UNO 1991 das besetzte Kuwait von den Truppen des damaligen Diktators Saddam Hussein befreit haben.
Da spielt Jake Gyllenhaal den blutjungen Marineinfanteristen Anthony Swofford, der bei der Marine eigentlich nur die Zeit totschlagen wollte und dann in einen recht blutigen Krieg gerät. Der Film ist weniger ausführlich, wie damals „Full Metal Jacket“, aber er berichtet über wissenswerte Kleinigkeiten, von den der Normalbürger eher nichts erfährt. So wurde den Soldaten zum Beispiel vorgeschrieben, was sie der Presse gegenüber zu sagen hatten und das war dann wohl auch das Einzige, was die Amerikaner aus dem Vietnamkrieg gelernt hatten.
Ansonsten waren die Marines in der Hauptsache damit beschäftigt, ihre große Langeweile zu vertreiben und jagten dabei auch schon mal das halbe Lager abgefackelt und man überlegt, mit welchem Freund einen die Freundin zuhause nun diesmal betrügen wird.
Als es dann ernst und aus der Operation Desert Shield die Operation Desert Storm wurde, mussten die Soldaten Erklärungen unterschreiben, dass sie keine Klage einreichen werden, wenn die Medikamente, die sie nehmen mussten, Spätfolgen haben würden.
Also war auch der erste Golfkrieg alles andere als ein sauberer Krieg, wie uns CNN und andere Medien damals immer weismachen wollten.
Die Erinnerungen des Soldaten Anthony Swofford sind haben zwar nicht unbedingt den Wert einer Dokumentation, aber irgendetwas wird auch an diesem, subjektiven Erinnerungen ja dran sein.
Jake Gyllenhaal konnte mich in seiner Rolle jedenfalls auch dieses Mal überzeugen. Wie jeder weiß, haben die UN unter Führung der USA zwar gewonnen, aber der oberste „Feldherr“, Präsident George Bush senior hatte damals glatt vergessen, die eigentliche Ursache dieses Krieges, Saddam Hussein zu verhaften, damit dieser sich vor der UNO verantworten musste und so hatte Bush junior auch gleich 2003 einen Grund, den Irak zu überfallen, um das für Papa nachzuholen.
Obwohl der Film mich nur teilweise an die Authentizität von „Full Metal Jacket“ erinnert, bekommt er von mir eine Wertung von 9/10 und ist auf meiner persönlichen Liste für anzuschaffende DVDs.

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