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Jenseits der Erwartungen

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Wenn es Chris Carter darauf angelegt hat, seine eigene Serie mit einem zweiten Film zu entzaubern, so ist ihm das mit „Akte X -Jenseits der Wahrheit“ in jeder Hinsicht gelungen. Einen bärtigen Fox Mulder, der aussieht wie ein rumänischer Schafhirte hätten man ja noch ertragen können.
Nur wenn er den Mund aufmacht und man mitbekommt, dass 20th Century Fox nun gerade an der deutschen Synchronstimme von David Duchovny gespart hat, da ist der Film eigentlich schon bei mir durch. Man mag mich kleinkariert nennen, aber sowas ist mir wichtig. Ähnlich ist es ja in "Simpsons - der Film", wo Anke Engelke die verstorbene Elisabeth Volkmann mehr schlecht als recht zu ersetzen versucht, aber Benjamin Völz, die deutsche Stimme von Mulder, ist ja sehr lebendig und wollte nur mehr Geld. Gerade da fiel der Fox ein, sie müsse sparen und das tut dem ohnehin schwachen Film nicht sehr gut. Wenn ich allerdings an die Serie mit dem Namen "Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI" denke, fallen mir zumindest sieben Staffeln mit einem aufgeweckten Agentenduo Mulder und Scully ein, die per Sie miteinander waren und auch gerne mal stritten. Schon ein Robert Patrick als Agent John Doggett war schon kein Gewinn, aber "Akte X - Der Film" von 1998 ließ da hoffen.
Nur da, wo Serie und der erste Film mit Ufos, Aliens oder zumindest mit Verschwörungen der Regierung tatsächlich Stoff für X-Akten bot, ist der zweite Film mit einer entführten Agentin, mit Billy Connolly als einem zottligen pädophilen Priester mit Visionen und etwas Organhandel dann sehr viel irdischer und profaner. Stoff für einen Krimi am Freitagabend, aber nichts für mich, dem Fan der Serie.
Für Menschen, die mit der Serie nicht so vertraut sind, sicher ein netter Film, aber ich hab nach 10 Jahren einfach mehr erwartet und komme in meiner persönlichen Wertung, schon wegen zu vieler religiöser Sprüche daher nur auf 4/10 Punkten.
Wenn ich den Thrill und den sarkastischen Humor der Serie haben will, muss ich mich wohl oder übel an die DVD der Serie halten, denn Akte X ist bei seinen Machern ganz offenbar durch.
So ist „Akte X -Jenseits der Wahrheit“ dann auch nur ein weiterer trauriger Punkt im ohnehin schon recht glanzlosen Kinojahr 2008 und ein Film, den an sich keiner brauchte. Der Trailer war wieder das Spannendste am ganzen Film.




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