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Johnny, der freundliche Pirat

Der Film beginnt recht harmlos damit, dass die junge Elizabeth, später gespielt von Keira Knightley, den jungen Will Turner, Orlando Bloom, aus dem Wasser fischt. Soviel erstmal zur, bei Disney ja unentbehrlichen Lovestory im Film. Jahre später wird dann der Pirat Jack Sparrow, meisterhaft dargestellt von Johnny Depp, eingeblendet. Eingeweihte und Frauen im Kino waren erstmal Baff.
Aus dem jugendlichen Undercover Ermittler aus der Serie 21 Jump Street ist ein sehr smart aussehender 40jähriger Schauspieler geworden, bei dem sich ein Brad Pitt ziemlich warm anziehen muss, um bei ihm mitzuhalten. Irgendwie war mir, als könnte ich das Sabbern der anwesenden Weiblichkeit spüren. Denn schon nach den ersten Sätzen von Depp war klar, das da auch ein sehr begabter Comedian bis zum Filmende spielt.
Die trockenen und in den meisten Fällen auch recht komischen Dialoge schien Depp wie auf den Leib geschrieben. Er witzelte und alberte völlig trocken durch, bis zum furiosen Finale. Der Film war ja von Buena Vista, einer Tochterfirma von Disney und da waren dann selbst die verfluchten Piraten, denn es ging ja um einen Fluch, der auf die Majas und Hernando Cortez zurückreichte, ziemlich Familienfreundlich aufbereitete Monster. Sie waren alle tot und daraus ergab sich dann auch ein großer Teil der Handlung. Die Soldaten seiner Majestät waren mächtig damit beschäftigt, diesen toten Piraten nun das Handwerk zu legen. Nur kann man ein ohnehin schon Toten ja schwer mit einem Säbel beeindrucken und der Fluch musste also gelöst werden.
Wie das zu machen war, war der zweite, müsantere und wichtigere Teil der Handlung. Ein verflucht schöner Film, der mit seinen großen Bildern und einer gelungenen Kameraführung beeindruckte. Unterwasseraufnahmen habe ich schon einige gesehen, aber noch keine von einem Schoner unter vollen Segeln. Ein rundum schöner Film, der auch ohne viel Blut auskam, da ja Tote, die das schon eine Weile sind, auch recht selten wie verrückt bluten. Ein Film, der an die großen Piratenfilme der 40er, 50er und 60er Jahre anknüpfte, ohne zu langweilen. Johnny Depp brauch den Vergleich mit Errol Flynn und Burt Lancaster jedenfalls nicht zu scheuen, er spielt einfach glaubwürdig und gut. Ich habe diesen Kinoabend nach dem Reinfall mit dem Terminator3 jedenfalls wieder genossen. Diesmal Daumen hoch für Disney. Ich hab nun die DVD und bin recht stolz darauf.