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Johnnys Fenster

Es scheint tatsächlich so, wie einige Kritiker es bescheinigen. Alles, was Johnny Depp zur Zeit anfasst, wird in seinen Händen zu Gold. Aus einem Märchen von Piraten macht er durch seine bloße Anwesenheit und durch seine entfesselte Mimik einen sehr amüsanten Piratenfilm für Kinder und Erwachsene und mit denselben Mitteln macht er aus einer Kurzgeschichte von Steven King einen spannenden und unterhaltsamen Film. Es ist eine echte Freude und ein Erlebnis, dem Mann beim schauspielern zuzuschauen. Depp ist genauso vielseitig, wie er gut ist. Eben noch als überdrehter Piratenkapitän Jack Sparrow am Steuer einer Segelfregatte, sitzt er nun als Schriftsteller Mort Rainey in einer Berghütte und sieht sich in Steven Kings Kurzgeschichte „Das geheime Fenster“ mit eigenartigen Problemen konfrontiert. Ein Fremder klingelt an seiner Tür und behauptet, das Mort ihm eine Geschichte gestohlen hätte. Es kommt, wie es bei King immer kommt und daraus erwächst dann ein echtes Problem. Erst stirbt ein Hund, dann brennt ein Haus und mehrere Leute gehen einen sehr sonderbaren Weg alles Irdischen. Zu durchschaubar meinen einige andere Kritiker im Internet, die ziemlich wortgleich voneinander abgeschrieben haben müssen. Ich weiß nicht, in welchem Film die waren, denn meine Begleitung und ich, wir waren fasziniert. Das da Schizophrenie ins spiel kommt, wird zwar deutlich, aber nicht in welchem Ausmaß. Der Schluss lässt sich zwar erahnen, aber King lässt da wie immer, zuerst mal alles offen. Der Film ist einfach schon durch das brillante Schauspiel von Johnny Depp immer wieder ein Hingucker. Es ist sowieso fast unmöglich, nach Herr der Ringe da noch irgendwas zu Toppen, aber auch die Filmwelt dreht sich weiter und nach der ziemlich schweren Kost mit der Passion Christi und Gothika zu Beginn dieses Jahres, ist dieser Film mit Johnny Depp bestens geeignet, das Kinojahr 2004 als unterhaltende und spannende Vorspeise würdig einzuläuten. Schon in ein paar Tagen geht ja das Historienfilmwerk Troja von Wolfgang Petersen an den Start und bald darauf das Endzeitspektakel The Day After Tomorrow von Roland Emmerich, in dem sich die Umwelt bei den Menschen durch deren Vernichtung bedankt. Im Angesicht dieser kolossalen Werke, ist das versteckte Fenster dann doch ein ziemlich gelungener Appetithappen.
Ich für meinen Teil war ziemlich begeistert.
Johnny Depp wird hoffentlich weiter Filme vergolden, denn er macht das einfach brillant. Ob er nun als opiumsüchtiger Inspektor Aberdine in From Hell Jack the Ripper fasst, als Inspektor Crane in Sleepy Hollow einen ziemlich kopflosen und trotzdem mordenden Reiter, als Don Juan einen erfrischend aufspielenden Marlon Brando an die Wand gespielt hat, oder als Junkie Raul Duke mit seinem Kumpel mal eben Angst und Schrecken in Las Vegas im gleichnamigen Film verbreitet, seit Johnny Depp den Kinderschuhen des Fernsehens in der 21Jump Street ins Kino entwachsen ist, sind so ziemlich alle seine Filme vom Publikum vergoldet worden. Ich für meinen Teil warte auf noch viele weitere kleine Meisterwerke von ihm!