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Jules Verne 2003

Wer kennt nicht die Geschichte von Jules Verne, die von der Reise des Menschen zum Mittelpunkt der Erde erzählt? Als Kind hab ich die Bücher von Verne verschlungen.
Der Regisseur Jon Amiel nahm sich diese historische Vorlage und machte mit „The Core“ daraus einen packenden Ökothriller.
Da, wo bei Verne noch die Wissenschaftler aus beruflicher Neugier betulich in einem Vulkaninneren herunterlatschten, besteht im Jahr 2003 natürlich eine blanke Notwendigkeit und man muß mit einer Art Raumschiff die Erdkruste aufbrechen und bis zum Erdkern runter, um diesen zu stabilisieren, weil sonst der Menschheit ihr blauer Planet um die Ohren fliegt!
Amiel liefert einen Eindruck davon, als er den Italienern ihr Colosseum in Legosteingroßen Stücken zerbröseln lässt, weil das Magnetfeld der Erde den Bach runter ist und die Sonne den blauen Planeten magnetisch im Würgegriff hat. Flugzeug und andere Navigationen versagen und Herzschrittmacher schalten auf Tango. Als die ausgesuchten Wissenschaftler mit ihrem Schiff Virgil im Magma des Erdkerns herumflitzen, machen sie die Entdeckung, dass der Erdkern von Menschenhand aus der Bahn geworfen wurde. Irgendeine feindliche Macht, vor 20 Jahren wären das ohne Zweifel noch die Russen gewesen, hat den inneren Kern mittels finstersten Waffen destabilisiert. Folgerichtig übernimmt auch die Armee an der Oberfläche das Sagen und will ihrerseits mit bösen Waffen hantieren. Nur haben die Militärs natürlich nicht mit dem jungen Hacker gerechnet, der ihnen via Internet(!) ganz einfach den Strom für ihre Machenschaften klaut und in einen Vergnügungspark umlenkt. Währenddessen streiten sich die Wissenschaftler im Erdkern um Kompetenzen und Vorgehensweisen. Alles mit einem zwinkernden Auge, denn die Erde gibt es ja noch und das alles ist Fiction, wie weiland bei Jules Verne. Nur, das es in diesem Film optisch und akustisch sehr viel anspruchsvoller geschieht. Als dann die Wissenschaftler ihren Job mit kleinen Atombomben(!) zur allgemeinen Zufriedenheit erledigt hatten und als unbekannte Helden verglühten, war es wieder der junge Hacker, der sie via Internet erst zu Helden machte. Wäre die Kinowelt 2003 nicht von der Matrix Trilogie besoffen gewesen, die so jämmerlich endete, hätte The Core der Science Fiction Film des Jahres werden können!