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Jules Verne auf der Flucht

Die erneute Verfilmung von Jules Vernes berühmtem Roman „In 80 Tagen um die Welt“ aus dem Jahr 2004 hat mit dem Kultbuch nur noch recht wenig zu tun und reicht auch an die filmischen Vorgänger nicht heran. Nicht an den Film von 1988, in dem Pierce Brosnan den Phileas Fogg gab und schon gar nicht an die erste Verfilmung von 1956, in der der legendäre David Niven diese Rolle spielte. Der neue Film von 2004 ist nur eine Kulisse, in der der chinesische Actionstar Jackie Chan als Passepartout herumzappeln kann. Den Erfinder Phileas Fogg gibt ein gewisser Steve Coogan, der mit der lebhaften Mimik einer Wassermelone nicht sehr überzeugt. Um die 80 Tage und um die Reise geht es nur noch am Rande, denn in der Hauptsache geht es um eine, von Passepartout geklaute Buddha-Figur und da vermisst man dann lebhaft die Geschichte von Jules Verne, wie sie 1956 David Niven und 1988 Pierce Brosnan als Phileas Fogg geboten haben. Der Plot an sich ist auch etwas anders, wie Prisma-Online zu berichten weiß:



Abenteurer Passepartout hat gerade einen wertvolle Buddha-Figur gestohlen. Der einzige Ausweg einer Strafe zu entgehen, sieht er in dem etwas überkandidelten Gentleman Phileas Fogg. Der Erfinder hat nämlich in seinem Londoner Klub gewettet, dass er in 80 Tagen um einmal rund um die Erde reisen könne. So nimmt ein nicht enden wollendes Abenteuer seinen Lauf...


Man musste ja Jackie Chan und seine Rolle halbwegs solide in dem Stoff von Jules Verne unterbringen. Dafür hat man in großen Teilen des Films den Eindruck, als habe der Film mit der Handlung von Jules Verne gar nichts mehr zu tun und der eigentliche Held ist nicht der tapfere Phileas Fogg, der eine bedeutende Wette gewinnen will, sondern es eigentlich um Passepartout aka Jackie Chan geht, der an jeder möglichen und unmöglichen Ecke seine Material Arts Künste heraus hängen lassen will. Da macht es am Ende dann auch keinen Unterschied mehr, ob für diesen Film einige große Namen aus Hollywood, von John Cleese, Kathy Bates bis Arnold Schwarzenegger verpflichtet wurden, der Film ist grottenschlecht und mein Glück war es, ihn nur geschenkt bekommen zu haben. Meine Wertung 4/10 ist dabei noch höflich und nur ein Tribut an die halbwegs gelungene Kulisse. Es ist ein Film, wie in Kinder sicher gerne sehen und von daher wird ihn auch ein Kind von mir bekommen, denn ich muss meine kleine Auswahl damit nicht belasten. Da reflektiere ich dann doch lieber auf die Filme mit David Niven oder Pierce Brosnan. Bei denen muss Jules Verne dann auch nicht mehr zu flüchten.
Trifft sich ganz gut, dass mein Kumpel von der polnischen Grenze morgen seinen kleinen Bruder mitbringt und ich dann zufällig einen Kinderfilm über habe...
Ich kenne das Buch und die beiden anderen Filme, aber das gestaltet sich bei diesem Film zum Nachteil.

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