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Königreich der Langeweile

Nur weil ein gewisser Orlando Bloom in "Fluch der Karibik" neben einem Johnny Depp nicht völlig an die Wand gespielt wurde, sondern vielmehr unter dessen schauspielerischer Leistung in der Sonne stand, meinte Regisseur Ridley Scott, er habe mit Bloom einen Schauspieler gefunden, der einen ganzen Film tragen könne und schickte 2005 diesen Herrn Bloom 2005 mit "Königreich der Himmel" auf einen Kreuzzug und damit dann ins Kino.
Auch die neue schauspielerische Allzweckwaffe Liam Neeson, der ja von den Star Wars Episoden bis hin zum letzten Batman überall mitmischt, erweist sich im "Königreich der Himmel" und bei Orlando Bloom als ziemlich wirkungslos, denn der Film und Bloom bleiben nur langweilig. Nun mag das auch am Thema und der Idee dieses Filmes liegen, denn der letzte Ritterfilm, der wirklich noch unterhaltend war, hieß „Die Ritter der Kokosnuss“, ist von Monty Python und zudem noch von 1974, also auch schon etwas über drei Tage her. In "Königreich der Himmel" wird sehr viel christlicher Müll geschwatzt und dafür habe ich ja sowieso ein besonders offenes Ohr…
Der Film an sich hat eine Starbesetzung, die aber hinter den vielen Rüstungen und Bärten ohnehin kaum zu erkennen ist und von daher war auch das nur für die Katz. Für mich als potentiellen Zuschauer hat der ganze Aufwand nichts gebracht, denn dieser Historienschinken bleibt ganz einfach nur langweilig. Ich bin froh, dafür weder im Kino gewesen zu sein, noch Geld für eine DVD investiert zu haben. Außerdem, über zwei Stunden lang nur edle Ritter, das ging mir schon bei „Braveheart“ schwer auf die Eier und das war ein Freiheitskampf und keine plumpe, christliche Eroberung im Namen irgendeines Gottes und außerdem stand bei „Braveheart“ mit Mel Gibson zudem noch ein echtes schauspielerisches Schwergewicht in der Hauptrolle vor der Kamera und kein Lieblingsschwiegersohn amerikanischer Mütter, der mit angepappten Bart auf alt getrimmt wurde.
Selbst die gezeigten Schlachten sind, wie Bloom, nur ein müder Abglanz aus „Herr der Ringe“ und erinnern mehr daran, wie deutsche Hausfrauen sich beim Aldi um den Sommerschlussverkauf prügeln, als um Ritter, die sich sinnlos abschlachten.
Gerade das hat diese Kreuzzüge ja so fragwürdig gemacht, denn im Namen der Religion fremde Völker umzubringen, das kann nicht im Namen eines christlichen Gottes geschehen sein, sondern erinnert vielmehr an die Verbrechen des Osama Bin Laden.
„Das Schicksal des Volkes ist bedauerlich, aber es ist Gottes Wille!“ Wenn ein, bei der Schlacht um Jerusalem anwesender Papst(!) im Film so etwas von sich geben darf, dann weiß man aus welcher Ecke so ein Film kommt und das macht ihn bestimmt nicht besser. Es wirkt nur so, als hätten sich die Mörderchristen Ratzinger und Bush noch eine schnelle, steuerfreie Mark als Berater bei diesem Film gemacht.
"Königreich der Himmel" ist wohl einer der schlechtesten Filme, die 2005 in die Kinos kamen und hat gleich mehrere Dinge bewiesen. Zum Ersten sollte Orlando Bloom die Finger von jeder Hauptrolle lassen und Ridley Scott war mit seinen Aliens sehr viel besser beraten. Das Viech war wenigstens noch konsequent und damit auch irgendwo unterhaltend.
Genau dieses Prädikat geht aber "Königreich der Himmel" ja nun völlig ab. In meiner persönlichen Wertung kommt der Film bei mir auf stolze 3/10, aber die auch nur für die opulente Ausstattung.
Ich verjage meine schlechte Laune durch diesen Film mit der Konzert DVD von den Dire Straits, die mir Amazon gegen kleines Entgelt großzügig überlassen hat, denn gute Musik hat immer etwas Verbindendes und ist damit besser als jedes Christengesülz!

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