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Kameradenkreis

Während in Sachsen, im Osten Deutschlands die neuen Nazis eine gelungene Wiedergeburt feiern, in Berlin gigantische Mahnmale an die ermordeten Juden des zweiten Weltkriegs erinnern sollen, zeigt das Fernsehmagazin Kontraste, wie die ganz alten Nazis in den Dörfern des Westens fröhlich ihren Krieg und ihre Kameraden feiern:

„Alle Jahre wieder zum Pfingstfest gedenken sie der gefallenen Kameraden: die Gebirgsjäger. An die Opfer der Kriegsverbrechen, die auch die Gebirgsjäger der Wehrmacht begangen haben, an die erinnern sie nicht. Was haben Historiker in den letzten Jahrzehnten doch gefunden, gesammelt, belegt, beschrieben. Dieser Krieg war ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, auch wenn es schmerzt, das Zugeben. Viele Gebirgsjäger scheinen immer noch immun gegen das Erinnern.
Pfingsten im bayerischen Städtchen Mittenwald. Das Wichtigste ist, dass die Touristen kommen. Doch es kommen Hunderte von Demonstranten aus ganz Deutschland und ein riesiges Polizeiaufgebot. In den Straßen herrscht Ausnahmezustand.
Der Protest richtet sich gegen diese Veranstaltung hoch oben auf dem Berg – das Pfingsttreffen von Gebirgsjägern der Wehrmacht und der Bundeswehr.
Sie sind vereint im sogenannten ‚Kameradenkreis der Gebirgstruppe’. Sie gedenken ihrer Gefallenen.
Die Demonstranten dagegen wollen aufklären über die Kriegsverbrechen von Gebirgsjägern der Wehrmacht. Maurice Cling aus Paris ist zum Demonstrieren da. Er hat den Holocaust überlebt und ist empört, dass SS-Veteranen im Kameradenkreis sind. Als Kind war er in Auschwitz. In den letzten Kriegstagen trieben ihn SS-Männer auf einem Todesmarsch nach Mittenwald. Auch Peter Gingold demonstriert – er war im Widerstand, wurde von der SS gefoltert, war zum Tode verurteilt, konnte entkommen. So finden wir in der aktuellen Vereinspostille einen Geburtstagsgruß für Karl Staudacher, Kameradschaft Polizeigebirgsjägerregiment.
Den Zusatz SS lässt man heute lieber weg.
Die Bundeswehr überraschte den Veteranen mit 15 Mann, die ihm zu Ehren schneidige Märsche spielten. Keine Kenntnisse – die Bundeswehr sollte aber wissen, mit wem sie in einem Verein ist. Es stört sie auch nicht, dass beim gemeinsamen Pfingsttreffen, „Ein kleines Edelweiß“ gespielt wird - ein Marschlied der Wehrmacht. Während oben auf dem Berg Feierstimmung herrscht, halten die Demonstranten unten in der Stadt einen Gottesdienst ab. Mit einem Lied, das damals KZ-Häftlinge gesungen haben, endet der Protest gegen die Gebirgsjäger. “

So ist also die Aufregung über die NPD in Sachsen und das monströse Mahnmal in Berlin also nichts weiter als ein Ausdruck der puren Heuchelei des Westens, wo auf dem Land ja das Brauchtum der alten Nazis ja ohne Unterbrechungen seit 60 Jahren gepflegt und gefördert werden. Sogar die angeblich so resistente Bundeswehr ist sich gerade gut genug. Um mit den Nazis zu feiern. „Das haben wir nicht gewusst“, damit kann sich die Bundeswehr heute nicht mehr verteidigen. Den Mut, die furchtbare Geschichte der Wehrmacht zu kennen und zuzugeben, den sollten wir von unseren führenden Offizieren schon erwarten dürfen. Ich selbst habe übers Internet schon einen Rechtsausgerichteten Jungbauern kennen lernen müssen, dem jegliches Unrechtsbewusstsein fehlt und der ein offenes Herz für alles Rechte hat. Also sicher auch für die Kameradenkreise der alten Nazis. Er schimpft sich Christ, aber fühlt sich an die 10 Gebote nicht gebunden, weil „die ja eigentlich von den Juden gemacht worden sind.“ Mit der Bildung hapert es, wie bei so vielen Nazis und Nazisympathisanten also auch. Solche Leute sind dann immer schwer überrascht, wenn sie erfahren, dass auch Jesus ein Jude war.
Solange in den Dörfern Westdeutschlands noch solche „Kameradenkreise“ ihre Kriegsverbrechen feiern dürfen und vom Staat geduldet und sogar gefördert werden, ist die braune Saat aufgegangen und weiter am wuchern und es muss sich niemand über die Masse der neuen Nazis wundern, die jetzt das Internet und auch schon wieder deutsche Parlamente bevölkern!
Solche braunen Aufmärsche von Kameradenkreisen habe ich via Fernsehen schon in den siebziger Jahren erlebt, aber irgendwann sollte auch damit mal Schluss sein.