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Kampf ums Kanzleramt

Als Kanzler Schröder nach der verlorenen Wahl in NRW die Flucht nach vorne angetreten und seinen Drang nach Neuwahlen in diesem Jahr kundgetan hat, schlug das nicht nur ein wie eine Bombe, sondern erwischte die gerade noch wild feiernde Union völlig kalt und unerwartet.
So musste eine eben noch begeistert jubelnde Angela Merkel ihren Jubel dämpfen und mal wieder bei der Kanzlerfrage der Union herumdrucksen und ausweichen.
Sie ist zwar gerne bereit, in Berlin die Macht zu übernehmen, nur was sie eigentlich soviel anders und vor allem besser machen will, das bleibt auch bei Merkel ein gut gehütetes Geheimnis.
Schröders Schritt ist insofern konsequent, weil er für seine weiteren Reformpläne ganz einfach eine stabile Mehrheit im deutschen Volk haben will. Nach einem solchen Wahldebakel wie in NRW eigentlich nur verständlich. Immerhin ein Kanzler der Haltung zeigt.
Aufgelöst werden soll das Parlament im Bundestag durch ein konstruktives Misstrauensvotum des Kanzlers, der seinen Regierungsparteien die Vertrauensfrage stellt und die ihm dann das Vertrauen entziehen. Dann löst der Bundespräsident den Bundestag auf und legt einen Termin für die eigentliche Wahl fest.
Das gab es in der Geschichte der Bundesrepublik schon zweimal, 1972 und 1982 und ich habe beide Mal am Fernseher erlebt.
1972, als Rainer Barzel den Bundeskanzler Willy Brandt aus dem Amt jagen wollte, aber dann Willy Brandt einen überwältigenden Wahlsieg einfuhr. Dann noch 1982, als Kanzler Kohl durch die umgefallene FDP an die Macht kam und nun vom Volk bestätigt werden wollte. Nun war Kohl recht neu, man traute ihm etwas zu und er wurde gewählt.
Merkel, seine Erbin mit der großen Klappe hat es heute ungleich schwerer, denn ihre Opposition war ja nicht die letzten acht Jahre zum Kaffeetrinken auf dem Mars, sondern sie saß mit im Bundestag und hat von Hartz IV bis hin zur Gesundheitsreform ja so ziemlich alles mitgemacht, was die Regierung Schröder so Feines aus der Tasche holte. Eigene Pläne für eine Gesundheitsreform gab und gibt es bei der Union schon, aber diese fallen eigentlich nur dadurch auf, dass sie den Patienten dann noch mehr kosten, als das aktuelle Modell der SPD.
Ganz abgesehen davon sollte mal jemand der erbittert über Rot/Grün maulenden Angela Merkel langsam beibiegen, dass sie nicht mehr im Sozialismus lebt, wo die Regierung die Arbeitsplätze stellte.
Es mag ihr vielleicht entgangen sein, aber sie lebt in einem Kapitalismus, in einer noch sozialen Marktwirtschaft und da bestimmen einzig die Firmen darüber, ob und wie viel Arbeiter sie einstellen werden. Darauf beruht ja auch die Kapitalismuskritik des Parteivorsitzenden der SPD, Franz Müntefering.
Sie sollte sich vielleicht erst kundig machen, bevor sie die Klappe aufreißt und mit den Vorsitzenden von CSU und FDP im Chor, das jeder Tag ohne Rot/Grün, ein guter Tag für Deutschland sei.
Ich für meinen Teil und ganz sicher noch viele andere Menschen sehen das eher so, dass jeder Tag ohne eine Kanzlerin Merkel ein ziemlich guter Tag für Deutschland ist, denn außer ihrem ewigen Gezeter in Richtung Rot/Grün hat sie bis jetzt noch nichts Konstruktives geboten. Sie war nur immer irgendwie bei und schon von daher kann sie unmöglich meine Kanzlerin sein.