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Kanonenbootdiplomatie

merkel_raider


Es ist immer die gleiche Nummer. Wenn regierenden Politikern zur Innenpolitik die zündenden Ideen ausbleiben und sie dort ziemlich schlechte Werte haben, verfallen sie darauf, in der Außenpolitik zu glänzen, um wenigstens dort eine gute Figur zu machen.
Das war 1972 beim amerikanischen Präsident Richard Nixon so, der als erster US-Präsident das kommunistische China besuchte, weil ihm zuhause wegen Watergate das Wasser bis zum Hals stand. 25 Jahre später entdeckte Helmut Kohl ganz plötzlich Europa in der Politik, weil ihm zuhause in Deutschland seine Wähler so einiges übel nahmen.
Die im Osten pochten auf die Wahlversprechen, die Kohl zwar vollmundig gegeben hatte, aber unmöglich einhalten konnte und die im Westen über das Geld, was ihnen Kohl für das Abenteuer Einheit abverlangte. Dann kam Schröder, der auch viel versprach und fast kein Versprechen gehalten hat, aber in der Außenpolitik gut und geachtet war, was allerdings den Deutschen herzlich wenig nutzte und unter ihm mit dem Euro, den Kohl noch eingerührt hatte das Volk verarmte.
Der Euro war ein Geschenk an Europa, aber für den Handel in Deutschland, die Preise zu verdreifachen. Der Handel ließ sich auch nicht lange bitten und den Deutschen ging es ans Geld, was die Deutschen dann entsetzt erstarren und den Binnenkonsum einschlafen ließ, denn die Umrechnungskurse zum Euro waren meist das Produkt ausgeprägter und gieriger Phantasie.
Da meldete sich eine sehr keifende, aber dennoch irgendwo weibliche Stimme aus den Reihen der der schwarzen Union und bot sich dem deutschen Volk als deren Retterin an, wenn man sie denn nur zur Kanzlerin machen würde. Es war eine gewisse Frau Merkel, die in der DDR auf dem Land aufgewachsen war und die einen Doktor für Physik vorweisen konnte, weil sie mal die Schwerkraft erfinden wollte.
Ihre politische Erfahrung bis 1989 beschränkte sich allerdings darauf, in der grauen Vorzeit der DDR mal FDJ-Sekretärin gewesen zu sein.
Nicht unbedingt ein Job der das Bewusstsein für Demokratie schärfte, aber einer, wo man lernt, die Ellenbogen zu benutzen.
Nur erstmal hat sie sich in der DDR an der Akademie der Wissenschaften erholt, wo auch ihr Kollege und späterer politischer Widersacher, der Rauschebart der SPD, Wolfgang Thierse, parkte und sich vom Stress der Wissenschaften erholte, bis größere Aufgaben auf ihn warteten. In den Zeiten der Wende ist auch bei Merkel ganz plötzlich der demokratische Groschen gefallen und sie landete über den Umweg des „Demokratischen Aufbruch“ direkt in der westdeutschen CDU und dort im Schoß von Kanzler Kohl, der ihr gewogen war und ihr einige Feinheiten beibrachte, die man für den Aufstieg in westdeutschen Christenparteien so benötigt.
Die Zeit, in der sie in der Rolle der Jeanne d'Arc ihre Partei, die CDU dann retten konnte, weil ihr Ziehvater Kohl dann über seine Vergangenheit, der Gier in einer Spendenaffaire stolperte, seinen Hut nehmen musste und zudem 1998 als Kanzler abgewählt wurde. Nachdem sie sich nun nach oben getreten und gebissen hatte, wurde sie Chefin der CDU und schielte schon auf das Kanzleramt, das allerdings noch von dem erfolglosen Schröder belegt war und sich von Fehler zu Fehler hangelte, obwohl er an sich ein gutes Programm hatte, das allerdings immer in der Umsetzung scheiterte.
Seinen vorerst letzten politischen Fehler läutete er damit ein, as er die Bundestagswahlen völlig unnötig ein Jahr vorverlegte und sie natürlich gegen Frau Merkel verlor. Seine markigen Worte am Wahlabend konnten auch nichts mehr daran ändern, dass Frau Merkel den machtgeilen Teil der SPD längst im politischen Bett hatte, um über eine wacklige große Koalition endlich Kanzlerin zu werden.
Ihr entspanntes Verhältnis zum Krieg in Nahost hat sie ja schon 2003 demonstriert, als sie extra in die USA flog, um George Wanker Bush zu diesem blutigen schritt intensiv zu gratulieren und sich dafür auszusprechen.
Nur hatte sie das 2003 ja völlig umsonst, denn damals war Schröder noch der Kanzler und als solcher bestrebt, Deutschland aus einer solch blutigen Nummer rauszuhalten. Eine seiner besten Entscheidungen, wie sich bald herausstellen sollte, als in Madrid und London die Bomben krachten, weil die Länder Bush etwas zu freiwillig in den Krieg gefolgt sind. Ein Fakt, der an Merkel ziemlich spurlos vorbeiging, denn nun ist sie Kanzlerin und hat nichts Besseres zu tun, als den greisen Papst bei seiner Aussage zu unterstützen, dass der Islam per se nur eine aggressive Religion sei, obwohl sich der Vatikan für diesen Ausfall inzwischen schon bei den Moslems entschuldigt hat. In Zukunft will der Vatikan auch sehr viel jüngere und nicht ganz so senile Vertreter oder eine Frau dafür in die Welt schicken. Da aber in Nahost alles andere als Frieden herrscht und sich nun wieder Israel mit seinen Nachbarn schwer bewaffnet in den Haaren liegt und da unten Raketen fliegen, hat Kanzlerin Merkel beschlossen, diesen Zwist mittels der Waffen der deutschen Marine und endlich wieder deutschen Soldaten in Nordafrika zu lösen. Rommel ist ihr einfach schon zu lange her. Mit solcher Kanonenbootdiplomatie haben die USA im 19. Jahrhundert ganz erfolgreich Außenpolitik in Südamerika gemacht, aber für den jahrtausende alten Streit zwischen Juden und Arabern machen schwerbewaffnete deutsche Schiffe ganz einfach keinen Sinn, denn sie wecken nur ungute Erinnerungen und deutsche Soldaten haben in Nahost genauso viel zu suchen, wie der Papst in einem Striptease Club. Frau Merkel und die Deutschen werden es wissen, wenn sich ein paar Raketen verirrt haben und die ersten deutschen Soldaten von dieser, ach so harmlosen harmlosen Blockade im Zinksarg nach hause kommen.



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