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Kinotag mit den Mädels

Casino klein


Gestern war es nun endlich soweit und die beste Freundin von allen rief an und wollte mit mir endlich ins Kino.
Da waren wir das letzte Mal zusammen bei Borat und das war am 2. November des letzten Jahres. Geplant war ja der Bond kurz nach der Premiere, aber da schlug bei ihr und bei mir eine fiese Krankheit zu.
Dann hatte ihre Agentur vor Weihnachten erfreulich viele Aufträge und sie wieder keine Zeit. Als Mann, der ansatzweise irgendwo von Welt ist, nehme ich das hin und warte.
Das Warten wurde auch belohnt, denn als ich im Kino ankam, wartete da auch Lina auf mich, die inzwischen auch kein Mädel mehr ist, sondern mit ihren jungen 20 Jahren eine junge Dame von Welt.
Ich kannte sie noch als kleines Kind von drei Jahren, das gerne und nachhaltig die Eltern nervte, aber das hat sich in 15 Jahre ja nun völlig geändert. Sie ist eine schöne junge erwachsene Frau geworden und hat ihre Zeit genutzt und in London in den letzten drei Monaten vier Praktika bei Theater und Oper gemacht und macht Anfang Februar in der Schweiz das nächste Praktikum. Wie ihre Mutter, welche die wenigen Möglichkeiten, die es in der DDR gab, nutzte und eine Agentur gründete, die nun am Brummen ist, nutzt Lina ihren Verstand und die wenigen Möglichkeiten, die das Merkeldeutschland bietet, sieht zu, dass sie wegkommt und sich eine gute Grundlage für ihr eigenes Leben schafft.
Internet hat sie auch, aber nur zur Information und für ihre Mails. Für Politik interessiert sie sich nur insoweit, als dass sie das Beste aus ihren Möglichkeiten macht. Zumindest wird sie auf keinen Fall mit 28 noch im Internet hängen, schwachsinnige Präsidenten der USA oder rückständige Kanzlerinnen feiern und reaktionäre Weltanschauungen als Fortschritt preisen. Dafür gibt es ja dümmere Leute und Lina wird irgendwas mit Zukunft studieren und hat für solchen Mist gar keine Zeit.
In einer Art Vater-Tochter Gespräch hat sie mir einiges Interessantes über London und dessen Nachtleben erzählt und das derselbe Kinogang für drei Leute im Bond, für den ich mit 11 Euro dabei war, dort satte 25 englische Pfund kosten würde. Damit waren wir beim Thema, es war spät genug, wir gingen in den Saal und sahen uns den neuen James Bond an und ich muss sagen, ich war sehr angenehm überrascht, denn im Kino kam er sehr viel besser rüber, als auf meiner lausigen Videodatei aus dem Internet.
Erst auf großer Leinwand konnte man wirklich und in Dolby 5.1 erleben, wie Daniel Craig den ganz neuen und ganz alten Bond gibt und wie fies der Schurke Le Chiffre, ein erstklassiger Mads Mikkelsen, wirklich ist.
Er ist sogar so böse, dass er Blut weint und damit jede Marienfigur in den Schatten stellt.
Im Kino gesehen, macht dieser Bond wirklich Sinn und kann schwer beeindrucken, auch wenn er von seinen Vorgängern losgelöst ist, bei dem mir auffiel, wie viel denkmalgeschützte Häuser Hollywood in letzter Zeit in Venedig verschwendet, erst für „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen und nun für Casino Royale . Daran denkt man nicht, wenn man ihn im Kino sieht, denn da ist er in sich ein Meisterwerk und konnte in meiner persönlichen Wertung locker die 10/10 erreichen und einen Kaufbefehl für die DVD an mich.
Nach über zwei sehr unterhaltsamen Stunden sahen das auch meine Mädels so und es folgte wieder ein Abschied, weil Lina ja am 2. Februar ihr nächstes Praktikum in der Schweiz antritt.
Dafür hat die beste Freundin von allen wieder mehr Zeit für mich und wir haben Kinogänge und Konzerte geplant, denn im Februar kommt schon Ben Folds und gleich danach, im März kommt Sting.
So ging denn der schöne Abend mit meiner Patchwork Familie mit einem weinenden und einem lachenden Auge zu Ende, denn wir haben einen sehr guten Film gesehen, mussten Abschied nehmen und haben Pläne für die nahe Zukunft. Man muss Filme doch besser im Kino sehen.



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