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Eigentlich dachte ich ja, das sowas nur Schnee von Gestern ist, aber als ich im Internet auf meinen Text über die Ausraster der Italieners Berlusconi und den negativen Effekt des Euro Folgendes zu lesen bekam:

„Meinst du nicht, daß du zu dick und fett in deinem üblen Ostmark-Glashaus sitzt, um den Euro zu diffamieren?“

platzte mir der Kragen. Leute, die als Studenten noch gar nicht richtig gelebt, geschweige denn, was geleistet haben, lassen den Ludwig Erhardt raushängen und kommen mir 13 Jahre nach deren Abschaffung mit der Ostmark, nur weil ich meine Probleme mit dem Euro habe und dazu sogar stehe. In diesem Forum voller Überdrehter gibt es aber eine ziemlich erwachsene Frau, die den Tag damit verbringt, über „Schamanen“, „Ewige Wesen“ und „Europäische Reiche“ dann auch noch laut nachzudenken. Hier nochmal als Info: Helmut Kohl liefen 1990 die Wähler in Scharen davon und der Beitritt der DDR kam gerade günstig mit den fast 16 Millionen potentieller Wählerstimmen und richtig, die CDU verzeichnete erdrutschartige Stimmengwinne. Kohl war wieder gewählt, glücklich und machte sich an seine nächste epochale Tat. Europa müsse vereinigt werden und das doch dann bitte auch Kohls Stempel tragen.
Als Beigabe für alle die wollten und auch die, die eigentlich nicht wollten, gab es je nach Standpunkt, zur Belohnung oder Strafe den Euro. Dieser wurde dann so hastig unter die Leute gebracht, dass jede Krämerseele erstmal begeistert aufjauchzte und als Umrechnung ganz einfach das DM-Schild mit dem Euroschild austauschte, 1:1. der brave Bundesbürger regte sich nicht und hielt still wie immer und absolut Niemand verteidigte die ererbte D-Mark, auf die man ja so stolz war, gegen die Spielereien des Herrn Kohl. Doch nur 13 Jahre später(!) wird dann die „Ossikeule“ wieder herausgeholt. Von den Westdeutschen, die ihre Kinder vor Fernseher und Internet parken und der Technik die Erziehung überlassen. Da muß ich mich nicht wundern, wenn ich da zweierlei Sorten Kids begegne. Dazu ein Auszug aus der Mail eines guten Freundes, den ich mal in einer Internetcommunity hatte,
Tom Westerholt:
„mich beunruhigt das sehr und zugleich denke ich: diese unreifen, ungebildeten verängstigten und daher bissigen idioten (fast wie bei tieren, da beißen auch die am häufigsten, die die meiste angst haben) gab es früher auch schon, nur hatten die kein internet, um sich öffentlich mitzuteilen.“

Tom hat recht und das ist dann die eine Sorte Jugendlicher, die es fertig bringt, Menschen zu „hassen“, die sie nichtmal virtuell richtig kennen und die andere, die einfach nur Ansprechpartner sucht, weil da Zuhause was nicht stimmt. Die letzteren sind auch meist wahre Künstler, was die Fähigkeiten am PC und im Internet angeht. Die anderen können meistens nichtmal das.
In dem von mir erwähnten Forum wird dann auch fast 60 Jahre nach Kriegsende lang, breit und ernsthaft über die Umsiedlung der Juden diskutiert. Das da mein Text über die arbeitenden Frauen in der DDR nicht ins Konzept passt, versteht sich dann auch von selbst. Kurios ist nur, das man da die Gründung eines „europäischen Reiches“ da ziemlich ernsthaft diskutiert, aber mit der Vereinigung Deutschlands auch nach 13 Jahren noch nicht klarkommt. Da muß ich mich über pöbelnde Kinder in meinem Gästebuch auf meiner HP eigentlich nicht wundern. Sie bekommen es ja nur eine Generation weiter ziemlich Skrupellos noch vorgelebt. Für mich ist das wieder nur ein Ort und ein paar Leute mehr, die ich meiden werde! Felix, einer der wenigen, aber guten und aufgeschlossenen Freunde die ich im Internet fand, hatte mich ja gewarnt…