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Konkurrenz für Bond

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Das Kinojahr 2010 ist bis auf einige sehenswerte Filme ein ziemlich dürftiges und nach der großen Ausnahme ‚Inception’ von Christopher Nolan hat Regisseur Phillip Noyce mit "Salt" einen Action und Agententhriller vom Feinsten abgeliefert. Hauptdarsteller ist keiner der üblichen Verdächtigen, die im Kino sonst den Harten geben, sondern eine putzmuntere, überzeugend aufspielende Frau Pitt, also Angelina Jolie, die ihre Actionerfahrungen als Lara Croft in ‚Tomb Raider’ einbringen konnte. Nur diesmal nicht in Fantasy, aber sie gab trotzdem alles. Nun ist Angelina Jolie auch keine Katie Holmes, die sich von ihrem Mann in der Küche festbinden lässt, sondern sie hat auch in ihrer Ehe mit Brad Pitt gute Filme gedreht. So ist z.B. "Wanted" von 2008 mit James McAvoy ein recht unterhaltsamer Thriller über einen Geheimbund von Mördern. In ihrem aktuellen Film ‚Salt’ spielt sie die CIA-Agentin Evelyn Salt, die einen russischen Überläufer verhört. Der eröffnet ihr, in der CIA gäbe es einen russischen Schläfer, der an einem bestimmten Tag einen Politiker umbringen soll und dieser Schläfer trägt den Namen Evelyn Salt.
Was dann beginnt, ist ein rasanter Action und Agententhriller, wie ich sie aus den Zeiten von Sean Connery, Roger Moore und Bruce Willis in Erinnerung habe, aber in der Optik und den technischen Möglichkeiten des neuen Jahrtausends. Salt wird in aberwitzigen Wendungen nicht nur von einem Geheimdienst gejagt und man hat manchmal Mühe, der Handlung zu folgen. Nur, anders als Daniel Craig als Bond, der 2006, die Älteren erinnern sich, bei den Dreharbeiten zu Casino Royale nicht einmal ein Boot, ohne Schwimmweste betreten wollte, brachte Angelina Jolie durch großen eigenen körperlichen Einsatz den Charme solcher Thriller wie ‚stirb langsam’ zurück. Wie in ’Wanted’ sprang sie aus fliegenden Helikoptern, lief über fahrende Autos und Züge, als hätte sie nie anderes getan, ohne ein Stuntdouble zu bemühen. Damit ist ‚Salt’ eine gelungene Hommage an die Actionfilme der achtziger Jahre, als die Schauspieler noch überzeugten und weniger die durchgestylte Technik, aber dafür in straffem Tempo und fließenden Schnitten. So ist diese 100 Minuten lange spaßige Action-Orgie mit einer omnipräsenten Hauptdarstellerin ein Film, der auf meiner persönlichen Wertung 9/10 Punkten erreichte, der den Weg ins Kino gelohnt hat und die auch die Anschaffung von DVD oder Blu ray ins Auge fassen lässt. Diese Art Spannung ist es wert, sie sich zuhause ins Regal zu stellen und für einen der vielen endlosen Feiertage noch einmal aufzuheben. Zumindest von der Blu ray weiß ich relativ sicher, dass sie Anfang Dezember mit einem Wendecover zu haben sein wird und daher habe ich sie auf der Liste.



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