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Krüppel on Tour

Und wieder ist ein Jahr vorbei und der Diensthabende Krüppel, ich erkunde den Rest der Welt, den ich vor meinem gesundheitlichen Supergau nicht erkunden konnte und der mir mangels genügender eigener Finanzen auch unerkundet bleiben würde, wenn es da nicht eine Mutter mit einem goldenem Herzen gäbe, die das Erste meiner Hobbys nach Kräften zu fördern bereit ist und dafür Unsummen beim Reisebüro hinlegt. Ihr einziger Vorteil besteht darin, dass sie freien und ungestörten Zugang zu meiner Wohnung hat und dort dann einen Blitzkrieg veranstalten kann, den sie etwas verwirrend als „Nur mal etwas aufräumen“ verschleiert. Das bedeutet, dass meine Wohnung nach den Maßstäben einer älteren Frau neu sortiert und damit de Facto jedes physikalische und logische Gesetz in meinen vier Wänden außer Kraft gesetzt wird. Das ist dann aber auch der einzige Nachteil für mich und alles andere ist nur von Vorteil. Nicht nur, dass ich eine Woche so etwas wie einen Abenteuerurlaub in einem Land mit sehr sympathischen und sehr freundlichen Menschen und einer atemberaubenden Kultur mache, nein:
Ich bin raus aus Deutschland!
Ganz weit weg von allen falschen Wahlversprechungen und einer Merkel, die sich in Ägypten schon aus Prinzip verschleiern müsste. Nicht dass sie jemand ihrem Ehemann nehmen würde, aber die Ägypter besitzen Geschmack und Kultur und wissen, was man nicht unbedingt zeigen sollte…
Ich, der Krüppel ist hab dann nicht einmal Fernsehen und bin raus aus dem Internet. Auch wenn es nur für eine Woche ist, so war die mit über 2000 Euro doch schon teuer genug. Das Abenteuer beginnt schon damit, dass ich eine Woche mit einer Frau in einem kleinem oder großen Raum leben werde, ob nun in der Kajüte auf dem Schiff, einem Abteil in der Bahn oder in Kairo im Hotelzimmer, es wird ein Vergnügen sein, das ich das letzte Mal 1987 so hatte, als ich mit 24 eine Woche bei einer jungen Artistin im Wohnwagen im Zirkus gewohnt habe und von dort aus zur Arbeit ging. Nur das die Arbeit und einige andere Aspekte diesmal wegfallen, denn ich will ja, dass sie eine Freundin bleibt. Abgesehen davon mache ich mir nichts vor und weiß, dass ich die erotische Ausstrahlung eines vergammelten, alten Grabsteins habe und nach meiner Lähmung ohnehin jenseits von Gut und Böse bin. Jetzt noch ein paar technische Vorbereitungen, wie die Selbstschussanlage und das Minenfeld vor den Filmen und den Computern aktivieren und den Recorder auf die Doppelfolge Sopranos auf Premiere am Mittwoch programmieren und schon wäre ich bereit. So werde ich also einen tollen Urlaub in einem tollen Land mit tollen Menschen um mich herum haben. Aus dem Internet werde ich nur sehr wenig Leute vermissen und diejenigen, die ich tatsächlich vermissen werde, von denen habe ich Telefonnummern und Adressen, sodass ich sie anrufen könnte und auf jeden Fall genug Ansichtskarten schicken werde. Die alte Frau, die nach virtuellen Titeln geifert, lass ich genauso gerne hier zurück, wie die wertungswütigen Hilfsegomanen bei Nensch.
Sollen sie sich alle gegenseitig fertig machen, das beliebte Hassobjekt Schubi ist verreist!
Für freundliche Kommentare