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Kraftakt

KlinsiMerkelkarikatur
Die junge deutsche Mannschaft von Jürgen Klinsmann, die nach meiner Meinung beste Mannschaft Deutschlands seit 30 Jahren, hat es fürs Erste geschafft. Sie hat nicht nur das Kunststück vollbracht, mich alten Fußballmuffel für ihr Spiel zu begeistern, sondern ganz nebenbei in einem echten Fußballkrimi auch das starke Argentinien nach 120 Minuten Spiel, mit Verlängerung im Elfmeterschießen zu besiegen.
Die unkonventionellen Trainingsmethoden des, bis kurz vor der WM noch umstrittenen Bundestrainers Jürgen Klinsmann haben sich genauso ausgezahlt, wie seine Entscheidung, den selbstzufriedenen Oliver Kahn im Tor der Deutschen durch den motivierten Jens Lehmann zu ersetzen, der beim entscheidenden Elfmeterschießen seine Meisterleistung zeigte und einfach mal die zwei entscheidenden Tore verhinderte. Ganz im Gegensatz zu früheren Weltmeisterschaften, wo einzelne Namen, wie Lothar Matthäus das Spiel beherrschten und von den Reportern immer und immer wieder genannt wurden, sind jetzt einer Zeit gewichen, in der die ganze Mannschaft das Spiel gewinnt.
So hat die deutsche Mannschaft auch das Eröffnungsspiel gegen Costa Rica auch ohne den Star Michael Ballack, der unter harten Muskeln gelitten hatte, ziemlich eindrucksvoll gewonnen. Das Spiel gegen das starke Argentinien war nicht unbedingt schöner oder gar graziler Fußball, aber es war ein Spiel, bei dem die Mannschaft bis hart an ihre physischen Grenzen ging und schon dadurch optisch überzeugte.
Ein kurzer Schock durchfuhr mich, als ich sah, wie Frau Merkel dem Bundestrainer am Spielfeldrand doch tatsächlich ein Ohr abkaute, aber auch diese Widerlichkeit ging an der Mannschaft recht spurlos vorbei und sie kämpfte unbeeindruckt weiter.
In der Halbzeitpause waren wieder die schwatzhaften Tanten Delling und Netzer damit beschäftigt, sich medienwirksam gegenseitig anzuöden. Dann gab es die zweiten 45 Minuten Kraftakt, 30 Minuten Verlängerung und als Höhepunkt der Spannung noch der Thriller mit dem Elfmeterschießen.
Während Frau Merkel bei der deutschen Mannschaft und ihrem Trainer lungerte und ihnen immer näher auf den Pelz rückte, war Diego Maradona, das Glücksbärchi der Argentinier diesmal gar nicht erst erschienen, um seine Mannschaft anzufeuern und dabei dekorativ auf der Tribüne herumzuzappeln, weil er irgendeinen Stress am Einlass des Olympiastadions hatte. Ich bin mir sicher, er hat sich verflucht und seinen zänkischen Dickkopf spätestens beim Elfmeterkrimi bereut, bei dem sich Jens Lehmann einen Platz im Fußballolymp sicherte, als er gleich zwei Tore verhindert hatte und so die junge deutsche Mannschaft, die so sehenswert kämpfte, damit ins Halbfinale gebracht hat.
Auch wenn jetzt der alte Franz Beckenbauer, ein sehr ehemaliger Fußballer und jetziger Werbekaiser von Stadion zu Stadion und von Sendung zu Sendung schwebt oder eher wandelt, wie sein Vorgänger Jesus über das Wasser, diese WM ist ganz eindeutig die WM des Jürgen Klinsmann und seiner hochmotivierten Mannschaft.
Die hat nun im Halbfinale die Möglichkeit, ihre offene Rechnung mit Italien zu begleichen und ich persönlich bin mir sicher, sie werden auch genau das tun. Mit Frau Merkel gingen die letzten Hormone durch und sie klebte recht unattraktiv diesem Werbekaiser am Hals.
Frau Merkel ist dann aus dem Stadion geschlichen und hat auf der anderen Seite der Stadt eine Reform des Föderalismus beschossen und in den Nachrichten erfuhr man, dass Jan Ullrich von den Spaniern beim Eigenblutdoping erwischt wurde und nun die Tour de France nicht fahren wird.
Nur hat mich diese Tour de France noch sehr viel weniger als Fußball interessiert und ich freue mich als sehr alter frischer Fußballfan dann doch lieber auf ein schönes Halbfinale am Dienstag, denn mir war Jan Ullrich eigentlich schon immer suspekt und irgendwo recht unsympathisch. Jetzt ist erst mal nur die Zeit für guten Fußball.

Wer dazu eine Meinung hat und die unbedingt auch loswerden will, der klickt bitte Hier!