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Krieg der Käfer

Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, es geht nicht um die Hirntätigkeit einiger Rechter in einem Politikforum, sondern um einen Film, der jetzt schon ein Klassiker des Sci Fi Horrors ist, um „Starship Troopers“, einem Film, den Paul Verhoeven 1997 gedreht hat.
Auf der Erde in der Zukunft, im Jahre 2400 spielen Geschlecht, soziale Herkunft oder die Rasse keine Rolle mehr. Das einzige, was die Menschheit noch unterscheidet, ist ihr Status als Zivilist oder Soldat. Riesige Insekten bedrohen die Menschen, fallen wie Heuschrecken-Schwärme über sie her, zerstückeln und töten meterweise. Arme und Köpfe fliegen durch die Lüfte und Stimmen werden laut, es diesen Untieren heimzuzahlen.
Eine Gruppe fescher Studenten meldet sich zum Dienst und zeigt es fortan dem fiesen Ungetier. Ein netter Splatter-Spaß mit hervorragender Computer-Animation und sattem Dolby 5.1 Sound und weil gelegentlich ein paar Arme oder Beine durch die Luft segeln uns sogar mal eine Brust zu sehen ist, läuft der erste und beste Teil dieser Saga der Starship Troopers unter FSK 18 und er ist bei Amazon somit nicht erhältlich. In jeder Nachrichtensendung bei RTL sieht man mehr Wunden und Sex, aber das Kino hat eben seine eigenen Gesetze. Ich habe mir diesen Film bei emunio.de geholt, denn er ist schon eine solche Rarität, dass kaum ein Laden ihn noch führt. Die Story der meuternden und mordenden Insekten ist an sich ziemlich banal und bescheuert, aber wer schon mal ein Picknick neben einem Ameisenhaufen und mit gierigen Mücken hinter sich hat, der kann auch mit nervigen Arachnoiden und anderen Insekten etwas anfangen. Wie in „Total Recall“ und „Robocop“ lässt Paul Verhoeven die Bilder sprechen und den Sound so richtig krachen.
Die Insekten, die bei den Menschen etwas respektlos Bugs genannt werden und mit Windows trotzdem nichts zu tun haben, verfügen über eine Königin, genau wie die Briten, nur da die Königin der Insekten nicht nur etwas anders aussieht wie die Queen, sondern auch das Denken übernimmt, heißt der große Käfer bei den Soldaten der „Brainbug“ und das dürfe der englischen Queen dann doch erspart bleiben.
In einer entscheidenden Nebenrolle ist auch der Eisenbeißer Michael Ironside zu sehen und ist damit auch das einzige, mir bekannte, Gesicht. Trotzdem langweilt der Film nicht eine Sekunde, sondern bietet Sci Fi Action vom Feinsten. Nur eben anders, als bei StarWars oder StarTrek gewohnt. Ich würde eine Kaufempfehlung aussprechen, wäre der Film zu haben. So aber kann ich aber nur die Wertung 9/10 abgeben.