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Krieg der Welten

Schluss mit Lustig muss sich 2005 wohl Steven Spielberg gedacht haben, als er mit Krieg der Welten seinen dritten Film mit Aliens auf die Leinwand und ins Kino und nun erfreulicherweise auch auf die DVD brachte. Nach „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ von 1977 und „E. T. - Der Außerirdische“ von 1982, wo die Außerirdischen durchweg irgendwie liebenswürdig oder, wie bei ET, sogar zum knuddeln waren, schaltete Spielberg 2005 auf Böse und verfilmte den Klassiker „Krieg der Welten“ von 1954 völlig neu. Die Aliens dort waren alles andere, als zum Liebhaben und wollten auf die Erde nur, um recht ziellos morden und shoppen kommen.
Von der gleichnamigen Fernsehserie, die um 1988 im Fernsehen nervte, hat Spielberg zum Glück nichts übernommen, sondern er sich Tom Cruise geholt und für ihn einen völlig neuen Plot geschrieben, den Prisma-Online so wiedergibt:



Eigentlich ist Ray Ferrier ein typischer Loser, der alles vermasselt. Als seine Ex-Frau die Kinder vorbei bringt, damit Ray sie hüten kann, ereignen sich seltsame Dinge. Eine Art Unwetter offenbart dann bald, dass außerirdische Invasoren der Menschheit den Garaus machen wollen. Ray kennt fortan nur ein Ziel: er muss seine Familie schützen...


Die Handlung war mir aus dem ersten Film von 1953 und der recht endlosen Fernsehserie von 1988 ja hinlänglich bekannt, aber dieses Mal hatten ja ein Steven Spielberg und ein Tom Cruise damit zu tun und allein das versprach schon einen bildgewaltigen Film.
Genau das war es dann auch, wenn man mal von der typisch amerikanischen Familiengeschichte absieht, die Steven Spielberg da wohl als seinen Tribut an Amerika mit eingebaut hat.
Tom Cruise ist diesmal auch kein Held, sondern eher ein geschiedener Verlierer, der erst zu einem Held wird, als er seine Kinder beschützt, die er ausgerechnet an dem Wochenende, wo die wirklich finsteren Aliens zu Besuch auf der Erde sind, bei sich hat.
Tim Robbins, der einen anderen Vater in ähnlicher Lage spielte, wirkte Zeit seines Auftritts im Film dagegen sogar unheimlich deplaziert und seine belehrenden Sprüche nervten nur.
Tom Cruise hingegen lieferte gute bis überzeugende handwerkliche Arbeit als Schauspieler ab, denn man konnte ihm den besorgten und trotzdem flapsigen Familienvater ohne Einschränkungen abkaufen.
Die absoluten Bringer waren aber, wie erwartet, die Aliens des Herrn Spielberg. Die Aliens waren diesmal so ganz anders als der knuffige ET. Sie waren unsagbar groß und genauso unsagbar böse. Hochintelligent, aber ohne jedes Gefühl für irdisches Gut und Böse. In seltsamen Maschinen, die schon Jahrtausende unter der Erde liegen müssen, staksen die bösen außerirdischen Viecher durch das Land und morden mit viel Lärm und Getöse vor sich hin. Die Menschen, in diesem speziellen Fall Amerikaner, bieten alles auf, was sie an Armee und Kriegsgerät aus der Kiste holen können, sind aber absolut machtlos gegen diese unfreundlichen Wesen aus dem Weltall. Am Ende aber müssen die Aliens ihre Shopping-Tour dann aber doch aufgeben, weil sie an ganz banalen Dingen auf der Erde scheitern. Wer den alten Film und die Serie gesehen hat, der weiß, wovon die Rede ist. Das bekannte Ende ist vielleicht der größte Nachteil eines jeden Remakes. Dieses allerdings ist, bis auf ein paar unlogische Kleinigkeiten, (aber seit wann muss Science Fiction logisch sein?) dann doch ziemlich gelungen und bekommt von mir glatte 10/10 in meiner persönlichen Wertung und eine Kaufempfehlung.

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