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Kurzwahl Flirt

So in etwa hat man sich das heute vorzustellen, wenn man jemanden kennen lernen möchte, wenn man der Werbung glauben schenken will.
Er oder Sie verfügt über ein Handy und in dem Fall auch ausreichend Bares. Denn wenn er da nämlich irgendwo anruft, oder gar per SMS Fingerbrechend „chattet“, werden Er oder Sie ausreichend Bargeldreserven brauchen, um diesen Mist auch bezahlen zu können.
Handydating nennt sich diese moderne Art der Abzocke und soll triebige Pärchen zueinander führen. Nur ist das Einzige, was wirklich den Ort wechselt und zu einem anderen Menschen geht, das Geld von dem, der diese Art Service auch tatsächlich nutzt. Es wandert umgehend zum Anbieter solcher Dienste.
Nach kotzenden Fröschen, vergewaltigt schreienden Rhinos und Merkelreden als sauteure Klingeltöne fürs Handy, ist das der nächste Großangriff auf das Geld der Handybesitzer.
Sollte sich das durchsetzen, wäre dass das Ende des bis jetzt normalen Kennen Lernens zweier Menschen. Blind Date via SMS Chat?
Das kann doch eigentlich nur nach hinten losgehen, wenn ich da nur an meine Erfahrungen mit etwa gleichaltrigen Frauen denke, die ich in den Chats des Internet so kennen lernte.
Drahtige Gestelle, vom Leben unbefriedigt, war die eine nicht nur hinterhältig und verbraucht, mit dem erdrückenden Charme eines verdreckten Staubsaugers sondern nach meinem Ermessen auch potthässlich und meine Ansprüche sind eigentlich nicht sehr hoch, weil ich weiß, wie ich alter Sack jetzt aussehe.
Um es auf den Punkt zu bringen, wenn ich im relativ kostengünstigen Internet eigentlich nur auf weibliche Seuchenständer treffen, denen ich nichts abgewinnen kann, was soll dann schon viel Besseres in einem blinden Handydating groß herauskommen?
Offenbar sind die Zeiten endgültig vorbei, wo man des Nachts nette Mädels in einem Café kennen lernte und dann eine nette Zeit mit ihr hatte.
Heute ist die Welt so krank und Bindungsarm, dass es selbst im Internet eine Seite mit „Handyflirting“ gibt, die so für die umständlichste und teuerste Art des Kennenlernens Werbung macht.
Wie schön und schön einfach war noch die Zeit, als man aufs Land zu einer Bauernhochzeit geladen war, sich dabei den Kopf zugeschüttet hat und nach geglückter Trauung mit einer hübschen Brautjungfer ein inniges Verhältnis begonnen hatte, das dann fast sechs Monate dauern sollte. Für meine Verhältnisse damals war das eine Ewigkeit. Es war eine Zeit, in der es weder Handy noch Internet so gab.
Zumindest nicht so wie heute. Zwei kommunikationsmittel, die ja eigentlich die Menschen verbinden sollen und sie auf längere Sicht aber eher noch mehr entfremdeten. In den letzten Jahren hat ja die Vereinsamung, gerade bei jungen Menschen, trotz, oder gerade wegen solcher Dienste um Einiges zugenommen.
Ich für meinen Teil bin ganz froh darüber, noch immer und sogar in meinem maroden Zustand Mädels in Kneipen und bei irgendwelchen Feiern kennen zu lernen! Auf die Art muss ich mir nicht bei sauteuren SMS die Finger beim Tippen brechen und ich kann mir den Kurzwahl Flirt ersparen!