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Löwen aus zweiter Hand

Nachdem ich den Terror des Weihnachtsprogramms im Fernsehen mit den öden Horrorschmonzetten Scream 1 bis Scream 3 vom Hals gehalten hatte, brauchte ich nun etwas filmisch Anspruchsvolleres. Da es gibt da Filme, die sind einfach nur schön. „Secondhand Lion“, so der Name des Films im Original, ist zwar simpel gestrickt, aber sehr einfühlsam und gut gemacht. Der Plot kommt diesmal von Zelluloid.de:



Der schüchterne Walter, gespielt von Haley Joel Osment, würde alles darum geben, die Sommerferien nicht auf der Farm seiner beiden Großonkel verbringen zu müssen. Es heißt, die beiden schrulligen, alten Männer seien früher Bankräuber, Mafiakiller oder sogar Schlimmeres gewesen! Tatsächlich scheint Garth (Michael Caine) und Hub (Robert Duvall) das Bargeld niemals auszugehen. Doch dann entlockt Walter seinem Onkel Stück für Stück Einzelheiten einer fantastischen handeln von wunderschönen, entführten Prinzessinnen, arabischen Scheichs und zwei tapferen Helden.


Walters Mutter (Kyra Sedgwick) geht es natürlich auch nur um die Millionen der beiden alten Onkel, die sie aus ihrer Zeit in Afrika mitgebracht haben und die sie, mit PumpGun und Schrotflinte auf der Veranda sitzend, tapfer gegen aufdringliche Vertreter und Erbschleichende Verwandtschaft verteidigen. Sie ballerten auf Alles und Jeden. Das änderte sich gründlich, als Walter bei den beiden alten Herren einzog. Die beiden Onkel kümmern sich um Walter besser als dessen eigene Mutter und als die beiden durchgeknallten Alten sogar einen gebrauchten Löwen kaufen, um den auf ihrer Farm in Texas wie einst in Afrika zu jagen, sowie sie auch ihre fische im Fluss schießen und nicht angeln und sich das Raubtier aus zweiter Hand dann als eine alte handzahme Löwin herausstellt, darf Walter das Tier behalten und in einem Maisfeld dann leben lassen. Dieser Film ist zudem auch eine gelungene Parabel auf das Älterwerden und auf das Alter. Michael Caine und Robert Duvall mit ihren Anfang 70 bilden einen erfrischenden Gegensatz zu dem jungen Haley Joel Osment mit seinen gerade mal 16 und gute Schauspieler sind ja alle drei, denn auch Osment hatte ja schon in insgesamt 11 Filmen, darunter „A.I Künstliche Intelligenz“, „The Sixth Sense“ und das „Glücksprinzip“ eine tragende Rolle. Macaulay Culkin brachte es auf insgesamt zwei Filme und da war er immer „Kevin allein irgendwo“. Also de Facto dasselbe und ist danach mit 16 in Drogen und Alkohol versumpft. Schon von daher bin ich mir ziemlich sicher, dass man von Haley Joel Osment noch so einiges sehen wird. Am Anfang von „Löwen aus zweiter Hand“ hat er nich im Originalton eine echte Kinderstimme und am Ende einen, durch heftigen Stimmbruch geformten Bass und diese Konstellation passte zum Film. Aber auch für die beiden alten Schauspieler war „Löwen aus zweiter Hand“ wie auf den Leib geschrieben. Eine wirklich zu Herzen gehende Tragikomödie, die nach der Weihnachtsödnis gerade richtig kam.

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