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Leben in der Sinuskurve

Da die fleischgewordene Machtgier, die derzeitige Kanzlerdarstellerin Merkel und die sie hofierenden Wasserträger nicht einmal als Thema genug hergeben, um auf Dauer ansatzweise unterhaltend zu sein und auch die Witzfigur von einem Präsidenten, George Wanker Bush nichts Anständiges mehr hergibt, was sich für jeden normalen Menschen nicht schon selbst kommentiert, oder andere Schreiber bessere Witze darüber machen, schreibe ich nun über ein Phänomen, welches mir erst nach dem ruhmlosen Untergang der DDR im westlich geprägten Deutschland begegnet ist, über die manische Depression als eine ziemlich verbreitete Volkskrankheit. An sich völlig normale Menschen werden von völlig unberechenbaren Stimmungsschwankungen heimgesucht, die dann von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt reichen und sich gerne im Minutentakt ändern, ohne das die Betroffenen einen Einfluss darauf haben. Auslöser dieses seelischen Defekts ist meistens das unmittelbare Umfeld, von der Familie hin bis zu Arbeit, Schule und Lehre. Der erste Fall, der mir begegnete, war ein Beleuchter, ein Lehrling am Friedrichstadtpalast. Ein freundlicher junger Mann von Anfang 20, der sogar Klavier spielen konnte, womit er nicht nur meine Bewunderung hatte, der aus einer sehr musikalischen Familie kam, aber genau das wurde ihm zum Verhängnis.
Denn keiner in diese Familie hatte je gearbeitet, sondern der Vater hatte 20 Jahre vorher mal ein recht gängiges Kampflied für die SED komponiert und von dieser Tatsache lebte die Familie nun, Anfang der Neunziger, noch immer.
Jetzt gab es diese DDR aber nicht mehr und die Eltern schlugen sich irgendwie durch und lebten musizierend in den Tag hinein.
Nun sollte der Sohn doch am Friedrichstadtpalast tatsächlich lernen, wie man eine Bühne professionell beleuchtet. Nun hat aber Arbeit, selbst und gerade die in einem Theater, auch etwas mit pünktlichem Erscheinen dort zu tun, aber da in seiner Familie niemand arbeitete, hatte dieser Junge absolut kein Verhältnis zur Zeit und kam pausenlos und Stunden zu spät zur Arbeit. Warum erzähle ich das? Ich will damit den Zusammenhang von direktem familiären Umfeld und eigenem Verhalten aufzeigen.
Zu den Zeiten des Sozialismus Marke DDR wäre dieser junge Mann einfach mit durchgeschleppt worden, aber nun galten andere Regeln und er wurde fristlos gekündigt. Das brach ihm dann völlig das Genick und Trieb seine manische Depression auf einen Höhepunkt. Da wir befreundet waren und auch gemeinsam seine erste eigene Wohnung renoviert hatten, hielten wir Kontakt und so erfuhr ich von seinen Kapriolen aus erster Hand.
So rief er mich während einer Vorstellung an und sagte mir, er würde mich mit einem Reisebus abholen und nach hause bringen wolle. Vorher müsse er aber erst seinen Auftritt als Zauberkünstler am Checkpoint Charly zu Ende bringen. Er gehörte also zur Fraktion der liebenswürdigen Spinner, wenn ihn die Manie erwischt hatte. Das Gegenteil davon habe ich 15 Jahre später im Internet getroffen. Junge, charakterschwache Leute, die in blanken Hass ausbrachen, wenn sie nicht ganz Herr ihrer Sinne waren. Aber es gibt auch jetzt noch freundliche und sympathische Vertreter, die von manischer Depression gepeinigt werden und um die tut es mir dann Leid.
Den Beleuchter von damals, er ist jetzt 34, habe ich aus den Augen verloren, aber ich weiß, dass sich sein Zustand nicht sehr gebessert hat, denn er war für eine erfolgreiche Behandlung einfach schon zu alt. Allerdings kenne ich einen 18jährigen jungen Mann, bei dem sie erfolgreich war, aber ich frage mich, warum es erst zum Ausbruch dieser fiesen Krankheit kommen muss, die einen jungen Menschen völlig zerstören kann und ich habe meine Antwort gefunden.
Das System der Marktwirtschaft mit ihrem permanentem Leistungsdruck scheint ohnehin nicht geeignet zu sein, um einen guten Umgang mit den Kindern zu garantieren, denn es vergeht ja kaum ein Monat, in dem nicht getötete und missbrauchte Kinder in den Nachrichten auftauchen. So ist es dann pure Heuchelei, wenn in diesem Land wieder das Christentum ausbricht, bei der ja das Gebot der Nächstenliebe eine Art Grundgesetz sein soll. Solange Deutschland mit seinen Kindern so umgeht, als wären sie nur wieder verwertbarer Abfall, ist die Diskussion, ob die Deutschen als Volk aussterben, nur eine Spiegelfechterei und absolut müßig. Wenn es Regierungen gibt, die auch an den Kindern und vor allem an deren Zukunft sparen und Eltern, die sie nicht lieben können, wird es immer mehr Menschen geben, die gezwungen sind, in der Sinuskurve der Gefühle zu leben und solange laufen auch die Kampagnen, wer oder was nun Deutschland sei, völlig gegen die Wand.

Für die, hier leider üblichen anonymen Wut und Belehrungsausbrüche, anonyme Beschimpfungen durch Mutanten, Idioten, also peinlichen Nenschen und Mantelkindern, die Kommentarbereich und Gästebuch nicht trennen können, oder auch nur für Kommentare, bitte hier klicken!