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Lebensmitte

Das war er nun, mein Geburtstag Nr. 44 und da ich wirklich nicht älter als 90 werden will, auch meine Lebensmitte. Von jetzt an geht es definitiv nur noch bergab. Gesundheitlich hab ich die 115 schon längst überschritten und ich will nicht noch wie Johannes Heesters mit über 100 die Welt mit mir belästigen.
Nun hatte sich meine Mutter dieses Jahr wieder selbst übertroffen. Ich bekam von ihr etwas, das ich nie wieder gut machen kann, eine Kreuzfahrt auf dem Nil in Ägypten. Mein bester Freund Torsten würde mich begleiten und dafür plünderte das Goldstück rücksichtslos ihr Konto.
Ihr ist aufgefallen, dass ich seit den USA 1998 keinen Urlaub mehr hatte, bei dem ich Deutschland verlassen konnte. Sie fragte an und ich brachte das sonnige Ägypten ins Gespräch, denn in der Ecke war ich noch nicht. Da ich aber auf 1,5 Füßen recht schlecht durch die Wüste latschen konnte, verfiel ich auf das Schiff. Da allerdings auch der Weg dahin mich mit Koffern und allem ziemlich töten würde, verfielen wir auf meinen Freund, den ich nun bald 20 Jahre kenne und der sich ziemlich selbstlos um mich gekümmert hat, als mich 2000 der Schlag traf. Er ist ein absolutes Juwel und heute eine völlige Seltenheit. Heute trifft man im Internet Leute, die sich recht mutig Freunde nennen und beim ersten virtuellen Vorteil und sei er auch noch so behämmert, in sich zusammenfallen und als Freunde völlig aus. Nicht so Torsten. Er und seine Familie sind immer da, auch wenn die Gefälligkeit noch so nichtig ist. Da ja auch so ziemlich alle anderen Freunde und Kollegen abgetaucht waren. Als ich nicht da war, kam Torsten wie der rettende Engel. Da dieser Engel aber selbst noch nie so weit weg war, freut er sich jetzt mächtig, mich zu begleiten.
Das zur Vorgeschichte. Am Geburtstag selbst kam um Mitternacht erstmal Mutter mit einem neuen Koffer, mit dem ich mich hätte selbst verschicken können, so groß wie der war. Außer dem Internet nehme ich ja die halbe Wohnung aufs Schiff, das alte Notebook für den Reisebericht eingeschlossen.
Nach kurzem Schlaf kam gegen 17:00 Uhr kam dann Robin, einer der jungen Freunde aus dem Internet, den ich mit 17 Kennen gelernt hatte, der meinen Computer wartet und der jetzt in Berlin studiert. Zusammen fuhren wir dann ins Enddorn, dem kleinen, aber feinen Lokal von Torstens Bruder Oli. Dort warteteten dann schon die kleine Zahl der Handverlesenen Gäste für dieses Jahr auf mich.
Außer Torstens Sabine noch Susanne, die meine Rechner repariert, wenn Robin keine Zeit hat und Heike aus Kanada, die da auf Berge klettert und andere lustige Sachen macht. Schon war ein Gespräch über Hobbys und Pflichten, in dem ich zu meiner Verblüffung erfuhr, dass meine 1991 verstorbene Großmutter noch Claire Waldorf und Marlene Dietrich aus ihrer Zeit in Berlin noch persönlich gekannt hat.
Mir muss das vorher entgangen sein. So ging das Gespräch noch bis zum leckeren Essen bei Oli, wo alles herzhaft zulangte und dann neigte sich auch schon der Tag. Ich konnte auf den Stühlen nicht mehr sitzen, zuhause lockten die neuen Filme und immerhin bin ich ja jetzt auch offiziell schon alt.
Damit habe ich es ja noch ganz gut, denn wer über 40 ist und ohne Schmerzen aufwacht, der ist für gewöhnlich tot und ich bin ja jetzt schon greisenhafte 44. Wir fuhren dann noch Robin in seine Berliner Wohnung, mich nach hause und somit war auch dieser Geburtstag bewältigt. Ich bin eben keine 18 mehr, wo ich bei sowas noch drei Tage um die Häuser gezogen bin. Es war Dank einer herzensguten Mutter ein sehr schöner Geburtstag gewesen, aber jetzt freu ich mich erstmal auf meinen Luxusdampfer in Ägypten, auf dem Nil