About me
   Verfasstes
   Internetfamilie
   Fotos
   Friends
   Tiere
   Links
   Guestbook
   Diverse Bilder
Livin in the Past

Das ist nicht nur ein guter Musiktitel von Jethro Tull, sondern mein derzeitiges musikalisches Lebensmotto. Nachdem nun fast alle TV-Sender sich beim Gesuche von irgendwelchen Stars, oder gleich "Superstars" gegenseitig überbieten wollen, steht mir öfter mal der Sinn nach Leuten, die ein derartiges Attribut tatsächlich verdienen.
Heute nun schleppte mich Torsten zum Training durch den Park und wieder bei mir, war uns nach musikalischer Entspannung. Die Stones hatten wir live und auch auf DVD beim letzten Mal durch und so entschied ich mich für das letzte Geschenk meiner Mutter, der DVD „Queen live 1986 im Londoner Wembley Stadium“ mit der viel zu früh verstorbenen Rockröhre Freddy Mercury, seinerzeit ein Gott mit überirdischer Stimme.
So, wie ich Torsten eigentlich zu spät für die Stones begeistern konnte, begeisterte ich ihn nun leider noch viel später für Queen.
Es war wie 1999 in der Waldbühne und wie letztens im Olympiastadion, Torsten guckte mit begeisterten Augen erst auf den damals noch recht agilen Freddy Mercury und dann auf seinen Drummerkollegen Roger Taylor und war völlig begeistert. Nicht, das er Queen noch nicht gesehen hätte, aber Konzerte gibt es seit 1991 aus nachvollziehbaren Gründen keine und Torsten hatte auch anderes zu tun und kannte Queen nur Häppchenweise von MTV, wie der Rest der östlichen Welt eben auch.
Ich hätte gerne mit ihm ein Konzert besucht, aber von 1989 bis 1991 war Queen nicht auf Tour und mit dem Ableben von Freddy Mercury erübrigte sich auch jede Faszination für diese Band. Was blieb, war nur noch die Konserve, aber selbst die ist um Längen besser, als alles, was einem heute aus den Boxen und dem Bildschirm entgegenjammert. Freddy war keiner, der gecastet werden würde. Er war einer, der sich mit den verschiedensten Bands hochgeackert hat und ganz nebenbei seine Stimme über mehrere Oktaven verteilen konnte und zudem noch ein Meister der Bühnenshow war. Das alles kam bei dieser Konzert DVD ziemlich glaubhaft rüber.
Torsten und ich bekamen nur noch große Augen. Freddy spielte mehrere Instrumente, was ihn schon wieder von den gecasteten Plastikfiguren mit ihrer Plastikmusik unterschied, die zur Not gerade noch ihre Stimme einigermaßen beherrschen und sich selbst nichtmal auf der Triangel begleiten könnten, wenn sie nicht gerade Robbie Williams heißen und das dann zumindest am Flügel können. Robbie Williams ist auch so ziemlich die einzige Ausnahme, aber auch er wurde erst ein echter Musiker, als er sich auf die Wurzeln besann und wie Sinatra und Sammy Davis Junior seine Zuhörer, darunter dann auch mich, mit gut gemachtem Swing zum kochen brachte.
Wie dem auch sei, von denen, die jetzt mit Rap und Techno die Bühnen der Welt bevölkern, wird meines Erachtens keiner in 20 Jahren auf einer DVD zu finden und so begehrt sein, wie Queen es immer noch ist und mit ihren Zeitlosen Hits noch sehr lange sein wird! Zumindest habe ich durch Torstens sehr realen Besuch wieder alles Widerliche kurzfristig vergessen, was mir virtuell gerade auf den Kranz geht. Anonym auftretende Chatpolizisten in meinem Gästebuch und ähnliches Volk ist mir erstmal völlig egal, denn Torsten ist nicht nur ein realer Freund, sondern auch ein sehr echter. Außer Felix, Markus und Michi kenne ich noch keinen aus dem Internet, der das Attribut „echt“ verdient!