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M*A*S*H

Endlich ist es nun soweit und nach Jahrzehnte langem Tauziehen um die Rechte gibt es diese Kultserie aus den Siebzigern auch auf DVD. Sie lief bis letzten November noch auf Kabel 1 und vorher ewig auf dem Vorgänger Kabelkanal, wo ich sie auch Anfang der Neunziger zum ersten Mal sah und begeistert war. Und kurzzeitig auch auf Neun Live, war aber leider völlig von Werbung zerhackt, wie bei privaten Sendern ja üblich. In der Serie M*A*S*H (Mobile Army Surgery Hospital) geht es vordergründig um ein paar Ärzte, die im Koreakrieg von 1950 bis 53 kurz hinter der Front in einem Mobilen Lazarett verwundete GIs und andere Soldaten zusammenflicken, die damals unter der Leitung der UNO in Korea kämpften. Ich selbst war damals zu jung oder zu beschäftigt, also muss das Internet näher informieren:

„Der Koreakrieg ist militärischer Konflikt in Korea von Juni 1950 bis Juli 1953 zwischen Streitkräften Südkoreas (der Republik Korea) und den Vereinten Nationen (UN) auf der einen Seite und Truppen Nordkoreas (der Demokratischen Volksrepublik Korea) und chinesischer "Freiwilligen" auf der anderen Seite. Der Koreakrieg ist Teil des Kalten Kriegs. Er beginnt als Teil der Containmentpolitik (=Eindämmungspolitik) Trumans und endet als gescheiterter Versuch eines Roll-back-Politik (Zurückdrängen des Kommunismus) Eisenhowers.“

Soviel also dazu. Nur 1970, als die Serie zum ersten Mal in den USA anlief, tobte ein sinnloser Krieg in Vietnam und M*A*S*H sollte davon wohl etwas ablenken.
Wer allerdings eine ernste, mahnende Serie erwartet, liegt hier völlig fehl. M.A.S.H. ist eine Komödie, die manchmal Tiefgang zeigt, meistens jedoch ins Urkomische abgleitet. Die Helden sind die Ärzte und Schwestern des Lazaretts, die alle ihre Marotten oder Probleme haben. Da ist auf der einen Seite der Chefchirurg Captain Benjamin Franklin Pierce (Alan Alda), genannt "Hawkeye" der es nicht lassen kann, allen Krankenschwestern nachzusteigen. Hawkeye fällt auch durch seine losen Sprüche und dem rabiatem Umgang mit dem dümmlichen und militanten Doktor Frank Burns (Larry Linville) auf:

„Obwohl wir privat überhaupt nicht miteinander können, schaffen wir es, beruflich verfeindet zu bleiben!“

So sein Standardspruch zu Frank Burns und auch sonst ist Hawkeye ziemlich locker, aber nicht ohne klugen Hintergrund. Unterstützt wird er dabei in den ersten beiden Staffeln von dem Arzt Trapper John McIntrye (Wayne Rogers) bei seinen Streichen. Wenn zum Beispiel ein verwundeter weißer GI den Rassist raushängen lässt und nicht mit dem Blut eines Schwarzen gerettet werden will, operieren sie ihn und färben sein Gesicht danach mit Jod auf dunkel, um den GI zum Nachdenken zu zwingen, wenn er wieder aufwacht.
Also immer eine gelungene Mischung aus Sarkasmus, schwarzem Humor mit großem Unterhaltungswert. Einige Figuren wechseln im Verlauf der Staffeln, aber das tut der ganzen Serie keinen Abbruch.
M.A.S.H lief in den U.S.A. jahrelang mit ungemindertem erfolg bevor es mit einem auf die Tränendrüsen drückenden Abschiedsfilm beendet wurde. Wer am Anfang alles dabei war und später durch wen ersetzt wurde, habe ich, um Verwirrung gleich zu Beginn zu vermeiden, nicht erwähnt. Kenner der Serie wissen darüber schon Bescheid und für die Story ist es nicht wichtig. Ich bin froh, jetzt die erste Staffel von drei erworben zu haben. Der Ton ist zwar nur mono, aber das war Anfang der Siebziger auch nicht anders und ist es im Fernsehen auch. Das kann eine gute Anlage aber auch alles ausgleichen. Meine persönliche Wertung sind 10/10 Punkte und eine Empfehlung.