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Münsterland ist Monsterland

Solcherlei markige Sprüche sind so ziemlich das Einzige, was vom ehemaligen Zugpferd der ARD, der ehemalig spannender Krimiserie „Tatort“ übrig geblieben ist.
Da, wo ab Juni 1981 Götz Georges alter Ego, der leicht prollige Hauptkommissar Horst Schimanski sich charmant und unterhaltend durch Duisburg und Umgebung flegelte und ganz nebenbei noch locker den ein oder anderen Mörder fing, ging es jetzt im Tatort „Mörderspiele“ um so spannendes bäuerliches Zeug, wie den Diebstahl von Fahrrädern und die ermordete lesbische Geliebte einer Buchhändlergattin, die ihre besten Jahre schon hinter sich hat. Also Sachen und Dinge, die einem im Alltag ja immer wieder begegnen. Logischerweise findet man diese Tote dann auch oben am Kirchturm aufgehängt.
Ja wo soll man denn sonst schon seine Toten verstecken, wenn nicht außen an einem Kirchturm? Der Ostersonntag ist einer der vielen sinnlosen christlichen Feiertage und als solches unterhaltungstechnische Ödland und somit landete ich beim WDR.
Ein recht blasser Kommissar Thiel ermittelt um die Wette mit einem Gerichtsmediziner und einer ziemlich ältlichen Staatsanwältin.
Irgendwie baut man noch einen ukrainischen Ölmagnaten und dessen ukrainische Mafia mit ein, um damit einen nicht existenten Spannungsbogen zu verstärken und ansonsten hat man den Eindruck, der zuständige Regisseur arbeitet für gewöhnlich bei Peter Steiners Theaterstadl.
Einziger und dann auch finaler Höhepunkt dieses Tatorts ist dann auch die Unterhaltung und das Geständnis einer lesbischen Bäuerin mit und bei der ältlichen Staatsanwältin. Dann stürmt ein SEK den Bauernhof, der Fall ist seltsamerweise erledigt und auch dieser beinahe Spannungsgeladene Actionkracher der ARD ist zu Ende.
Der spürbare Niedergang des Tatorts symbolisiert eigentlich nur den Niedergang der öffentlich/rechtlichen Sender und da speziell der ARD.
Das erklärt dann auch, warum die ARD Millionen für Harald Schmidt ausgibt, denn mit dem, was sie sonst noch macht.
Währen die privaten Sender Sat1 und Pro7 inzwischen ganz anständige Filme machen, die sie sogar als gern gekaufte DVD anbieten können, „Das Jesusvideo“ und „Die Tempelritter“ nur als Beispiel, bringt die ARD nicht einmal mehr einen guten Tatort zustande.
Das Spannendste an diesem Tatort wird noch die Reaktion auf den Ausspruch „Münsterland ist Monsterland“ sein.
Als nämlich Lena Odenthal 1991 im Tatort „Tod im Häcksler“ von einem „Pfälzisch-Sibirien“ sprach, wurde die ganze Pfalz munter und deckte die ARD mit wütenden Briefen ein.
Was nun Münster angeht, weiß ich nicht, wie es reagieren wird. Ich persönlich kenne nur drei Leute aus Münster und zwei davon sogar persönlich. Die haben gediegen was an der Waffel, aber zum echten Monster reicht es nicht.
Für den Abend des nächsten unbarmherzigen Feiertag, dem Ostermontag, habe ich mir vorgenommen, das Fernsehen völlig zu meiden und mir schon leckere DVDs bereitgestellt, die noch auf Sichtung warten. Darunter auch den oscarnomierten Film „Der Untergang“ mit Bruno Ganz.
Die Passion Christi habe ich zwar auch, nur habe ich die schon gesehen und das Drehbuch davon, die Bibel und da das Neue Testament gelesen. Damit ist Ostern dann abgehakt und ich darf mich dann schon auf die Weihnachtsfeiertage freuen, wenn der Geburtstag der heiligen Göre dann zum 2005ten Mal mit einem beinahe interessanten Programm im Fernsehen und auch sonst gefeiert wird.