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Master and Commander

Konnte man in Fluch der Karibik mit Johnny Depp noch ein Faible für Schiffs und Piratenfilme entwickeln, so kann einem diese Leidenschaft bei Master and Commander mit Russel Crowe gleich wieder vergehen. Denn was Depp durchaus amüsant herüberbringen konnte, wirkt bei Crowe nur hölzern und gestelzt. Der Film selbst entzaubert nur den Mythos der fröhlichen Segelschiffart a la Johnny Deep. Die Handlung ist eigentlich so dünn, wie der Film unterhaltend ist. Ein Schiff verfolgt ein anderes und am Ende wird eines gekapert. Allerdings hat das Gezeigte schon eher dokumentarischen Wert, als einen unterhaltenden. Das dort Kinder die Schiffsbesatzungen gegeben haben und sich abschlachten ließen, die in dem Alter waren, in dem sich heute eine FSK Gedanken um ihr Seelenheil machen würde, steigert die Spannung am Ende auch nicht wirklich. Interessant ist eigentlich nur, wie alle diese Kids Russel Crowe, den Kapitän mit Sorgenfalten samt und sonders an die Wand spielen und ihn noch älter und hölzerner aussehen lassen, als er in diesem Film ohnehin schon ist. Es ist ganz einfach nichtmal im Ansatz unterhaltend mit zuzusehen, wie einem 12jährigen ganz beiläufig mal eben der rechte Arm amputiert wird. Das zwei Segelschiffe sich und ihre Mannschaften mittels ihrer Kanonen gegenseitig zu Brei schießen, ist auch nicht unbedingt neu oder sonderlich unterhaltend. Nur habe ich das in anderen Filmen auch schon, sehr viel besser und vor allem einfallsreicher gesehen. Fluch der Karibik muss da wieder als Beispiel herhalten, so wie der ganze Film sich daran messen lassen muss. Ebenso wenig neu ist das gemeinsame Besäufnis mit dem integrierten Absingen von Seemannsliedern. Seit der berühmten Schatzinsel von Stevenson eigentlich jedem ein Begriff. Dass dabei die vergängliche Glorie von Krone, britischem Empire und Vaterland lauthals besungen wird, macht das Ganze auch keinen Deut besser. Ich weiß nicht, wie überzeugend Russel Crowe als Gladiator war, aber als Kapitän einer britischen Fregatte überzeugte er mich zumindest nicht und ich bin ganz froh, das ich dafür nicht im Kino war und meine Hoffnungen auf den neuen Film mit Johnny Depp und danach auf den mit Brad Pitt!