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Matrix Destroyed

Als 1999 der Film Matrix in die Kinos kam, war die Welt erstmal begeistert von dieser Idee der Gebrüder Wachowski. Die Welt wie man sie kennt ist eine reine Fiktion, die von einem großen Computer, mit dem alle Menschen vernetzt sind, generiert wird. Alle Menschen sind nur die Sklaven in einer künstlichen Welt. Das hatte doch was. Mit Laurence Fishburne als Morpheus und Carrie-Anne Moss als Trinity war der Film auch recht gut besetzt, bis man auf die Idee kam, das Geriergesicht mit den drei Ausdrücken. Keanu Reeves als Neo zu buchen. Bei den meisten Kinobesuchern ging diese Rechnung auch erstmal auf und fortan war man der Überzeugung, dass jeder, der am Computer was könne, mit tiefgefrorenem Gesichtsausdruck auch die Physik ad absurdum zu führen haben könne. Neo verknallte sich in das Programm (!) Trinity, hatte mit dem Programm Agent Smith heftigen Stress und ließ sich von einem Orakelprogramm beraten. Also fast wie im richtigen Leben, der künstlich generierten Matrix also. Nur mit weniger Logik. Das allerdings ist ein großes Manko dieses Films, da ja Computer nur logisch und völlig ohne Ratio denken. Nach dem Film war man erstmal verwirrt und überlegte, was wäre, wenn das hier ebenfalls alles unecht wäre und Teil einer Matrix? Bei den Brüdern Wachowski klingelte jedenfalls die Kasse und es passierte, was in dem Fall immer passiert, aus dem Film wurde eine Trilogie. Teil Zwei begann und endete eigentlich mit noch mehr Unfug. Die von Neo aus der Matrix Befreiten hatten natürlich nichts Eiligeres zu tun, als in der realen Welt ihre Fehler aus der Matrix zu wiederholen und sich zusammenzurotten. Die Schwerkraft war nur bedingt ein Thema und Neo hockte in irgendeinem U-Boot herum oder entledigte sich böser Programme kurzerhand mit Karate oder gezielten Schüssen (Was wäre Windows doch zerschossen!) und flog sogar schon wie Supermann in der realen Welt herum. Christopher Reeve muss das gefeiert haben. Es gab immer mehr Programme, die Neo nervten, darunter auch einen Franzosen, der in einem Restaurant dinierte(!) und lauter französisch akzentuierte Nichtigkeiten von sich gab. Auch das Orakelprogramm war wieder mit von der langweiligen Partie. Genau wie das Programm Agent Smith für sinnlose Prügeleinlagen gut war. Irgendwie alles nicht der Rede wert, denn der traurige Tiefpunkt sollte mit dem dritten Teil erst noch kommen. Der, Matrix Revolutions, begann damit, dass es zwischen beiden Welten auf einmal eine Art Metro oder U-Bahn gab und absolut sinnfreie Haltestellen, an denen Programme zusteigen konnten, wenn sie denn die Genehmigung des Franzosenprogrammes hatten. Völlig emotionsfreie Maschinen sollten plötzlich grundlos die neue Stadt der befreiten Menschen in der realen Welt angreifen, die Special Effekts übernahmen die Regie und man bekam als Zuschauer den Eindruck, als würde Arnie, der Terminator auf einmal in Legoland wüten und Neo flog mit eingefrorenem Gesicht dann nurnoch in der Gegend herum. Die Trilogie eines, eigentlich interessanten Themas endete langweilig und lieblos. Das sowas auch besser zu machen geht, bewies Peter Jackson mit seiner liebevoll aufbereiteten Version von Herr der Ringe und wurde dafür nicht umsonst 2004 mit Oscars überhäuft. Auf der gleichen Oscarverleihung 2004 fragte einer der Preisträger mit leichter Häme, worum es denn noch mal in Matrix ging. Ehrlich gesagt, habe ich auf diese Frage auch keine vernünftige Antwort, außer vielleicht ums schnelle Geld an der Kinokasse, aber daran sind die Herren Wachowski dann ganz alleine schuld und das Thema Matrix wurde damit fürs Erste auch erledigt!