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Max

Mich hat nach nunmehr sechs Jahren exzessivem Online-Dasein schon das Gefühl beschlichen, die Jugend von heute, also Menschen von 17 bis 31 hätte nichts Besseres zu tun, als im Internet zu hocken und ihre Zeit und die Jugend damit zu verplempern, in den Foren des Internets, namentlich dort und besonders gerne bei GIGA, ekelhaft reaktionäre Sprüche abzusondern, wie die Weinbergschnecke ihren Schleim da absondert, wo sie gerade ist.
Ein, auf seltsame Art prominenter Jungbauer, dessen Namen ich nicht extra erwähnen muss, ist der Wortführer dieser Fraktion, der selbst aber lieber im Verborgen agiert, weil ihm für eine tatsächlich Konfrontation, auch wenn sie nur schriftlich und über das Internet geht, so ziemlich jeder Mut fehlt, hat sogar mal wörtlich verlauten lassen, er „sitzt lieber am PC und schreibt ins Internet“, wenn bei ihm Dorffest ist. Als ich das las, rührte mich fast nochmal der Schlag, denn selbst ich habe Dörfer anders in Erinnerung.
Als ich 1981 einmal zu einer Hochzeit auf einem Dorf im heutigen Mecklenburg Vorpommern eingeladen wurde, war das nicht nur eine spitzenmäßige Party, sondern ich landete sogar mit der Trauzeugin im Bett, obwohl die gute neun Jahre älter war als ich und sie besuchte mich noch über ein halbes Jahr alle zwei Wochen in Berlin, bevor sie endgültig aus der DDR ausreiste, aber das nur am Rande.
Die Zeiten ändern sich, dachte ich mir und auch das abgehakt. Ich hab ja auch gearbeitet, als ich gefeiert habe, aber ich dachte, genau das hat sich nun völlig verändert. Ich war vor 10 Jahren mit einem Beleuchter, der was jünger war als ich, sogar mal in einem Westberliner Techno-Club nach der Arbeit, nur um zu wissen, was ich da nicht versäume.
Ich hab nichts versäumt, war mir nach sehr langen 20 Minuten klar und das Thema damit endgültig bei mir gegessen. Das mit dem Techno scheint heute generell vorbei zu sein und damit war es dann doch nur eine launische Mode.
Mein junger Freund Julian hört und geht zu etwas Ähnlichem und das nennt sich Goa. Ich kenne Goa als Küstenstrich in Westindien, wo sich die die alten Hippies der 60er Jahre zwar zum feiern trafen, aber als Musikrichtung und Grund zum feiern in Deutschland war mir das neu. Wie auch immer, Julian war unterwegs und feierte seine Jugend, solange er sie hat und ich glaubte an eine Ausnahme.
Da meldete sich vor Kurzem jemand, den ich 1999 im Chat von GIGA kennen und schätzen gelernt habe, obwohl er damals gerade mal 15 war, so spürte ich da einen aufrechten Charakter. Max, so hieß der junge Mann, war auch der Erste, der mich 1999 in Berlin Zuhause und im Theater mit seinem Vater besuchte, hatte bei diesem GIGA als Maxx sogar eine Art Laufbahn hinter sich gebracht.
Er wurde dort VIP, aber dieser virtuelle Titel, für den alte Frauen später sogar fast bereit waren zu morden und über Leichen zu gehen, tangierte und interessierte ihn Genauso wenig, wie das Praktikum, das er bei GIGA machte, denn er sah, wo er da war und es gefiel ihm ganz und gar nicht. Er hatte Besseres in seinem Leben vor, als sich ans Internet zu binden. Wie die meisten intelligenten jungen Menschen verlor er das Interesse am sterbenden GIGA und ich ihn aus den Augen, bis er sich selbst bei mir nach sieben Jahren meldete.
Max hat auch ein recht cooles und gefährliches Hobby, seit er 15 ist. Er ist leidenschaftlicher Fallschirmspringer. Nur will er damit nicht Deutschland von der Gebirgsmarine der aggressiven Supermacht Malta befreien, wie sehr viel Ältere, die im Internet leider meinen Weg kreuzten, nein, Max macht das Just For Fun.
Er ist jetzt 22 und hat das Dorf, auf dem er wohnte, längst gegen eine eigene Wohnung in der Stadt eingetauscht, denn er studiert nun recht ernsthaft Film und Fernsehen, denn spätestens seit seinem Praktikum bei GIGA weiß er, wie man es nicht macht.
Max hat damals schon bewiesen, dass er beides kann, richtig arbeiten und richtig feiern. Er st so ziemlich die beste Erinnerung, die ich aus der Anfangszeit von GIGA habe. Das er sich nun nach sieben Jahren bei mir meldet, erfüllt mich irgendwo mit Stolz, denn es beweist mir auch, dass ich soviel falsch dann doch nicht gemacht haben kann! Max, wie auch der gleichaltrige Felix unterscheiden sich auch recht wohltuend von den anderen, aggressiven Vertretern ihrer Generation der über 20jährigen, die nun die Foren des Internets bewohnen.

Für die, hier leider üblichen anonymen Wut und Belehrungsausbrüche, anonyme Beschimpfungen durch Mutanten, Idioten, also peinlichen Nenschen, also die gestörten Bewohner des Forums Nensch und Mantelkindern, die Kommentarbereich und Gästebuch nicht trennen können, oder auch nur für Kommentare, bitte hier klicken!