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Mehrwert

steuern

Seit ich 1981 durch die verschiedensten Umstände das erste Mal im Westen einkaufen konnte, ist mir der Begriff Mehrwertsteuer immer wieder über den Weg gelaufen, aber so richtig gewusst, was das sein soll, habe ich nie.
Eine Steuer auf den Mehrwert, dass klang erst einmal nur nach einem völligen Unsinn und nach einer legalisierten Art von Straßenraub, denn es ist eine Steuer ohne erkennbare Gegenleistung.
So richtig was an ging die Mehrwertsteuer mich aber erst seit 1990, als ich, wie 17 Millionen anderen Ostdeutschen plötzlich mit der Marktwirtschaft konfrontiert wurden, wo die Händler die Preise bestimmten und der Staat dabei nur in Form der Mehrwertsteuer die Hand aufhielt, weil er irgendwelche selbstverschuldeten Löcher in seinem Haushalt damit stopfen wollte.
In der DDR gab es für alle Waren, von denen es aber nie genug gab, nur den staatlich festgelegten EVP, den Endverbraucherpreis und der war von Rügen bis Dresden überall derselbe, denn er wurde ja staatlich gestützt. Aber selbst wenn es in der DDR nicht den ungebremsten Konsum wie in Westdeutschland gab, hat diese Nummer mit der staatlichen Preisstützung am Ende der DDR ihre Existenz gekostet hat, die Menschen waren dennoch nicht zufrieden waren und sich die DDR und ihre sozialistische Planwirtschaft in Schall und Rauch und in der BRD auflöste, brachte das vielen neuen Bundesbürgern, die mit Wahlen und gebrochenen Wahlversprechen nicht so vertraut waren, wie die Ostberliner, die das ja aus dem Westfernsehen kannten, erst einmal nur Arbeitslosigkeit, Frust und sie mussten zum ersten Mal richtig rechnen mit ihrem Geld, das nun zwar etwas wert, aber meist ziemlich wenig war.
Denn obwohl nun offiziell alles ein Land war, entschieden sich die Politiker auch bei absolut gleicher Arbeit für zwei völlig verschieden hohe Tarife. Einen, meist niedrigen für den Osten und einen höheren Tarif für den Westen. Zu verschenken hatte auch Westdeutschland nichts mehr, denn dank der abenteuerlichen Politik einiger Kanzler, die bei den Wahlen allen alles versprachen und einer stagnierenden Weltwirtschaft in den letzten 25 Jahren wurde aus dem wirtschaftlichen Riesen, der Ende der siebziger Jahre noch eine Vollbeschäftigung vorzuweisen hatte, wirtschaftliches Mittelmaß, das sich nur noch mit Schulden über Wasser halten konnte.
Mit Schulden und meist auch mit einem herzhaften Griff in die Taschen der deutschen Bürger und da ist dann die Mehrwertsteuer ein sehr beliebtes Mittel. Die kann man recht einfach erhöhen und sie bringt viel Geld, weil sie die meisten Bürger betrifft.
Da fragt man sich wieder, was denn eigentlich dieser geheimnisvolle Mehrwert sein soll, auf den eine satte Steuer erhoben wird? Gerade jetzt, wo Frau Merkel mit dieser Steuer spielt, um auch die hastig erhöhten Diäten im Bundestag damit zu bezahlen.
Ich habe im Internetlexikon Wikipedia eine Erklärung gefunden, die diesen Begriff quasi von hinten erklärt:



Die Umsatzsteuer wird von Laien umgangssprachlich Mehrwertsteuer genannt. Die korrekte Bezeichnung ist jedoch Umsatzsteuer. Der Begriff Mehrwertsteuer kommt nicht in den einschlägigen Verordnungen vor.


Also daher weht der Wind! Ich als gelernter Bürger der DDR hab ja nun genauso wenig Ahnung von westdeutscher Betriebswirtschaft, wie Frau Merkel oder der Papst, aber ich glaube zu wissen, dass die Umsatzsteuer schon dem Namen nach bei denen erhoben werden sollte, die einen Umsatz machen, wenn ein Käufer für etwas Geld ausgibt und das sind ja für gewöhnlich Industrie und Handel und nicht der zahlende Kunde. An sich schon frech genug.
Dass der Staat da noch dem Kunden in die Tasche greift, aber die gierige Kanzlerin will diesen unfreiwilligen Obolus der Käufer 2007 glatt auf 19 Prozent, also fast ein Fünftel des Kaufpreises hochtreiben und das hat dann schon was von Wegelagerei.
Nun ist die Zeit, wo ich Luxusgüter wie einen Anzug von Armani brauche, ja definitiv vorbei, denn mir fehlen jetzt das Geld dazu und vor allem der passende Körper.
Bei mir würde es auch die aufgetragene Kleidung von Humana tun oder der zu große Kaftan des Großmufti von Bagdad.
Was mich wirklich hart betreffen wird, sind die zu erwartenden, exorbitanten Preissteigerungen bei meinen Rasierklingen, wo die Händler die Preise wieder selbst gestalten und aus 3 Prozent ganz locker 30 machen und bei den DVD, wo ich dann bei jedem Film um die 20 Euro dann noch knapp vier Euro Mehrwertsteuer drauflegen muss.
Frau Kanzlerin kann sich ja das Geld für ihre Rasierklingen selbst bewilligen und für die empfindlichen Stellen auf den Zähnen, Schultern und Rücken hat sie ja sogar Geld für den teuren Udo Walz, der ihr da zur Hand geht.





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