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Men at Work

Hier geht es jetzt nicht um den gleichnamigen Film mit Emilio Estevez und Charlie Sheen, sondern um ein Kunststück, welches ein junger Freund von mir vollbracht hat. Markus hat nach langer Durststrecke, viel Geduld, langem Warten und viel Bewerbungen etwas fertig gebracht, was im Deutschland des Kanzler Schröder eigentlich für unmöglich gehalten wird. Nach seinem belächeltem Umzug von West nach Ost der Liebe wegen, hat er nun tatsächlich in Leipzig Arbeit gefunden. „Markus at Work“ also. Der junge Mann hat mit seinen jugendlichen 19 gezeigt, dass es geht und es nicht nur des Kanzlers Schuld ist. Er war flexibel und macht jetzt einen anderen als den erlernten Beruf. Ihm ist das egal, er wollte nur nicht Zuhause hocken und vom Amt leben.
Das muß er jetzt nicht mehr und das ist für ihn wichtig. Nur nach dem Bekannt werden dieses durchaus erfreulichen Umstands, kommen seine Altersgenossen, meist aus dem Westen mit Zweifeln und „Ja aber“, nur kümmert das weder Freund Markus oder gar mich. Er hat gezeigt, das man Unmögliches möglich machen kann, wenn man nur will und flexibel genug ist. Das ist auch kein politischer Triumph oder gar das Verdienst der Politik, sondern es ist ein persönlicher Triumph von Markus über die Wirtschaft und das ganze System.
Man bekommt auf die Art auch keine fünf Millionen Arbeitslose wieder in Lohn und Brot, aber zumindest die davon, die genauso willig und flexibel wie der junge Markus sind, denn ans Bett getragen bekommt die Arbeit keiner, egal, wie es mit Deutschland aussieht und wer es regiert. Zumal es ja leider auch genügend Menschen gibt, die das Nichtstun genießen.
Es gibt da doch tatsächlich Studenten, die sich zwischen Ende von 58 Semester Irgendwas und Beginn des Berufes eine bequeme, aber asoziale „Auszeit“ gönnen, ohne überhaupt schon was in Werten Aufzählbares geleistet zu haben und dabei von der Sozialhilfe leben ohne den Hauch eines schlechten Gewissens zu haben. Zum Glück ist das eine überschaubare Minderheit, die allerdings den Staatshaushalt so belasten, dass ihretwegen Reformen aus dem Hut gezaubert werden, die erstmal die wirklich Bedürftigen Treffen, aber das ist ein anderes Thema.
Markus jedenfalls lebt wieder von dem, was er mit seinen Händen erarbeitet hat und ich gönne es ihm von Herzen. Er hat für mich auch bewiesen, dass in vielen Fällen die Arbeit auch eine Frage des Wollens ist, also eine Frage der Einstellung dazu. Mit solchen jungen Leuten, wie Markus könnte sogar ein Kanzler Schröder den Karren Deutschland aus dem Dreck bekommen. Nur ist Markus eine der wenigen Ausnahmen, die ich kenne.