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Michael Mann hat es versiebt

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Ein Film mit den Megastars Christian Bale und Johnny Depp hätte 2009 eigentlich der cineastische Hit werden können. Nur anders als in Heat von 1995 mit Al Pacino und Robert de Niro als Gut und Böse bekamen Bale und Depp gar nicht die Möglichkeit, ihr schauspielerisches Können unter Beweis zu stellen. Man stolpert im Film gleich in eine Schießerei und in ein Gefängnis und einen Ausbruch. Die Figuren des FBI-Beamten Melvin Purvis (Christian Bale) und des Gangsters John Dillinger (Johnny Depp) kommen einfach zu kurz und erscheinen eher am Rande. Nach Miami Vice, wo der schmächtige Colin Farrell den Detective 'Sonny' Crockett geben sollte, der in der Serie von Don Johnson verkörpert wurde und mit dem auf 1,80 gestapeltes Testosteron aus dem Ferrari stieg, ist nun Public Enemies der zweite Flop des Michael Mann, der aber nicht an den falschen Schauspielern, sonder an einem misslungenen Drehbuch gescheitert ist.
Purvis und Dillinger befinden sich wie Bale und Depp in Augenhöhe, aber wo die Schauspieler keinen Raum haben, um sich zu entfalten, fehlt dieser Raum auch den dargestellten Charakteren. So wirkt der Film dann auch so kühl und emotionslos wie ein Vorabendkrimi im Fernsehen. Es passiert mir zum ersten Mal, aber hier kommt ein Film mit Christian Bale und Johnny Depp trotz Christian Bale und Johnny Depp auf nicht mehr als 6/10 auf meiner persönlichen Wertung und eine Empfehlung geht auch nur an Fans von Bale und Depp. Nur Johnny Depp konnte mit der Figur des Gangsters John Dillinger wenigstens sein derzeitiges Image als Bad Boy etwas pflegen, was er sich als Captain Jack Sparrow in Fluch der Karibik erworben hat, aber Christian Bale wirkte als Polizist eher farblos und spielte unter seinen Möglichkeiten.
Wobei die Synchronisation gewöhnungsbedürftig ist, denn David Nathan synchronisiert sonst beide Schauspieler, aber da beide Schauspieler im Film nicht dieselbe Stimme haben konnten, wurde Christian Bale stattdessen von Sascha Rotermund synchronisiert und das fällt auf. Johnny Depp ist sicher der besser bezahlte Schauspieler, aber deswegen muss Christian Bale nicht gleich wie ein Eunuch klingen.
Regisseur Michael Mann hätte sich sein Heat noch mal genauer ansehen sollen, denn da hatten seine Figuren noch Charakter. Es ist zwar nicht angegeben, aber auch die DVD hat erfreulicherweise ein Wendecover, mit dem die hässliche und riesige FSK-Zensur umgangen wird. Freuen wir uns umso mehr auf den nächsten Batman und auf Fluch der Karibik 4, mit Keith Richard in einer richtigen Rolle.




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