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Minimax der Film

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Wobei Get Smart ja eigentlich eher der Film zu Mel Brooks Fernsehserie Mini-Max aus den sechziger Jahren ist. Die Organisationen Kontrol und KAOS arbeiten nun im Untergrund und mit neuer Besetzung, da Don Adams, der originale Minimax, wie er in den siebziger Jahren als *Mini-Max oder Die unglaublichen Abenteuer des Maxwell Smart* ausgestrahlt wurde, nicht nur recht alt, sondern seit 2005 sogar ziemlich tot ist, nun durch Steve Carell ersetzt wurde, der in *Evan Allmächtig* einen eher unlustigen Auftritt hatte. Als Minimax oder Agent 86 konnte er schon sehr viel eher überzeugen. Für mich in meinem Alter nicht unbedingt der Brüller, denn ich war Fan der Serie und des unglaublich trockenen Humor des Don Adams, aber das alte Intro mit den vielen großen Türen, Anne Hathaway als Agent 99 und der Telefonzelle als Lift hat mich wieder versöhnt. Über die Handlung muss man nicht viel sagen, denn die ist, damals wie heute, nur der Aufhänger für eine Menge Slapstickeinlagen von Maxwell Smart. Anne Hathaway als Agent 99 für die inzwischen 80 jährige Barbara Feldon ist nicht nur optisch ein guter Ersatz. Die kleine Journalistin, die sogar dem Teufel Meryl Streep widerstand, der Prada trug, konnte auch hier alle ihre Talente austoben und gab dabei dem Film eine sehr feminine Note. Auch Alan Arkin als Chef von CONTROL als Ersatz für den seit 1974 ziemlich toten Edward Platt konnte überzeugen. Terence Stamp als Siegfried des bösen Agentenring KAOS war sehr gut platziert. Es gibt jede Menge hanebüchenen Unsinn und durchdachter Action und es ist Hauptdarsteller Steve Carell, der mit seiner Ernsthaftigkeit, mit Hilflosigkeit und dem Ringen um Würde im ewigen Scheitern umwerfend komisch und rührend zugleich wirkt. Grandios eine Szene in einem Flugzeugklo, bei der er sich mit einem wirklichen Mehrzweckmesser, das aus dem Labor des Q aus den alten Bondfilmen kommen könnte, beinahe selbst massakriert. So gesehen kommt der Film bei mir sogar auf 8/10 in der persönlichen Wertung und eine Kaufempfehlung für alle, die es auch mal albern mögen. Carell hat mit seiner Rolle in diesem Film alle seine früheren Flops wettgemacht. Wie bei Will Ferrell in „Schräger als Fiktion“ brauchen auch nicht allzu talentierte Schauspieler nur den richtigen Film, um in einer Rolle auch mal zu glänzen und nicht zu langweilen. Selbst der ehemalige Wrestler Dwayne Johnson als fieser Agent 23 wirkt in Get Smart ziemlich authentisch. Die Grenzen dieser Regel des guten Drehbuchs sehe ich allerdings bei Til Schweiger, denn der wird nie über die Rolle des teutonischen Barbaren in ausländischen und als öliger Macho in deutschen Filmen nie hinauskommen, denn Leuten wie Will Ferrell und eben Steve Carell verfügen ja zumindest über ein Minimum an Begabung. Get Smart, die 110 Minuten lange, aber nie langweilige Agentenparodie ist dafür der beste Beweis!



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