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Mothers little Helper

Das ist ein Song der Rolling Stones, der davon handelt, wie sich die amerikanischen Hausfrauen den ganzen Tag über starke Psychopharmaka in die Köpfe geknallt haben, nur um den jeweiligen ohne zu auffällige Depressionen Tag zu überstehen.
Nun bin ich zwar nicht ganz so gesund wie eine amerikanische Hausfrau und sehe seltsamerweise auch wie keine aus, aber das Ende meines ersten Lebens und der seltsame Verlauf meines zweiten Lebens, mit den vielen seltsamen Gestalten, die mir da über den Weg liefen, lassen doch schon einmal Platz für die eine oder andere Depression, die dann auf mein Gemüt schlägt und mich dann traurig stimmt. Das erkannte auch meine Freundin Sabine und wir sprachen dann darüber. Ich selbst hatte mir ja ein bis zwölf Kilo Kokain überlegt, um meine Stimmung zu heben, aber da munkelt man von Nebenwirkungen und eine gewisse Zahlungsunwilligkeit der Krankenkassen war mir da selbst bekannt. Die übernehmen die Kosten für gutes Koks einfach nicht!
Da ich fürs Anschaffen gehen mal locker 30 Jahre zu alt und auch zu unansehnlich bin, denn mir kauft auch beim besten Willen und all meiner Anmut keiner den 15-jährigen Stricher mehr ab und auf Männer stehe ich auch nicht, fiel die Option Koks damit ins Wasser. Da alle meinen bisherigen Ärzte mich auch an ihrer Skepsis teilhaben ließen, was legale Drogen anging, hatte ich zum Glück noch meine Freundin Sabine, die mir so cool wie Harvey Keitel in Pulp Fiction sagte, dass sie einen Arzt kenne, der meinem Problem mitfühlend gegenübersteht.
Er habe sich gerade erst niedergelassen und eine eigene Praxis eröffnet.
Da auch ich offen für Neues bin, habe ich den guten Mann heute mal besucht und war recht positiv berührt. Der Doc war in den Dreißigern und erweckte sofort mein Vertrauen. Seine Praxis ist zwar recht weit weg, in einem Villenviertel von Westberlin, aber der Weg hat sich gelohnt. Ich traf da nicht nur einen Doktor, der jeden anderen Doktor der letzten fünf Jahre um Längen schlug, was die Qualität seiner Arbeit anging, sondern endlich auch wieder einen Menschen über 30, der mit sich und seinem Leben zufrieden war und auch sein konnte, denn das Einzige, was er bei allem was er tat, ausstrahlte, war Kompetenz und den Eindruck, dass er weiß, was er tut und warum es ihn gibt. Dr. Kabus ist ein gewissenhafter Mann, der sich nicht einfach so mit viel leerem Gerede und mit Rezepten für legale
Drogen u.ä. aus der Verantwortung stiehlt und dann erst einmal gar nichts macht, sondern er hat neue Ideen, die mir das Leben erleichtern könnten.
So wird er bei mir das Nervengift Botulinumtoxin anwenden, das bei den Frauen der halbseidenen Prominenz besser als Botox bekannt ist.
Nur spritzen die sich damit die Lippen auf, die Falten und den Rest von Hirn weg, nur mein neuer Doktor benutzt das sogar mal medizinisch und sogar an mir und wird damit nach fünf Jahren die Spastiken lockern, die linke Hand und linken Fuß so interessant machen. Ich habe immer schon gewusst, dass ich ein heimlicher Prominenter bin, der gerne auf Partys rumgereicht und auch sonst gerne mal versteckt wird.
Ansonsten bedarf es nur noch ein paar kleinerer externer Untersuchungen und es wird mir durch die Chemie der Mothers little Helper wiedergegeben, was die Biologie mir vor fünf Jahren genommen hat und dann kann ich alle diese kranken und noch schwerer gestörten, aber körperlich gesunden Gestalten, die mir in fünf Jahren Online begegnet sind, endlich wieder aus vollem Herzen auslachen. Egal, ob das nun mit ihrem Leben unzufriedene, hässliche, titelgeile, faltige, alte Weiber, die mich jetzt heftig um mein Botox beneiden werden, alte Pförtner und stalkende Kinder sind oder die ewig unzufriedenen, selbstgefälligen, arroganten und leblosen Erwachsenen von einem Forum Nensch, die sich und ihr versautes Leben nur durch postsozialistische Zensur zu definieren wissen. Mit ein bis neun legalen Psychopharmaka im Schädel sind alle diese menschlichen Mutanten zumindest im Ansatz zu ertragen.
Ich hab dann noch einen Grund mehr, Sabine zu lieben und ihr für ihren klugen Rat und ihr Mitgefühl dankbar zu sein. Ich muss und werde mit ihr noch sehr viel öfter verreisen und ihr etwas von dem Luxus bieten, den sie lange entbehren musste, aber der ihr eigentlich zusteht!



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