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Muttertag

Der Muttertag ist einer der wenigen Tage, die ihre Ursprünge erstaunlicherweise nicht in irgendeinem christlichen Mumpitz haben, sondern nach der Encyclopædia Britannica ist er definitiv griechischen, also heidnischen Ursprungs. Die Encyclopædia Britannica darüber wörtlich:

„ Ein Fest, das von dem Brauch des Mutterkults im alten Griechenland abgeleitet wurde. Ein förmlicher Mutterkult mit Zeremonien für Kybele oder Rhea, die große Göttermutter, wurde an den Iden des März in ganz Kleinasien getrieben."

So ist der offizielle Muttertag der logische Pedant zum inoffiziellen Vatertag, der ja eher aus dem Herrentag, also Christi Himmelfahrt resultiert.
Da der Mensch an sich im Normalfall auch beides hat, also Mutter und Vater, ist es nur sinnvoll, auch beide zu feiern.
Aber die meiste Last liegt für gewöhnlich bei der Mutter. Bevor sie uns unter Schmerzen zur Welt bringt, die jeden Mann umbringen würde, trägt sie uns neun Monate unter ihrem Herzen.
Eine gute Mutter ist auch ihr Leben lang ein guter Kumpel. Es kommt vor, dass es in der Pubertät mehr Zoff als gewöhnlich gibt, aber das legt sich spätestens mit 20. hat man danach noch immer Ärger, stimmt in der Beziehung ganz generell etwas nicht und man sollte auch bei sich nach Macken suchen. Nun, bei mir stimmte alles und mit meiner Mutter konnte man stehlen gehen. Nicht unbedingt Pferde, denn die brauchte keiner. Wenn ich aber für meine Wohnung in der DDR irgendwelche seltenen Baustoffe, wie Zement oder Ähnliches „besorgen“ musste, war sie mit ihrem Trabbi nachts auf der Baustelle bei und das hat nun wirklich nicht jede Mutter damals gemacht. Die Meisten hatten ja nicht einmal einen Führerschein.
Damals war ja so gut wie alles irgendwie rar und selten. Sie machte das sogar für meine Freunde und deren Wohnungen. Sie ist eben die Beste aller Mütter. Ihr verdanke ich sogar zweimal mein Leben. Einmal, als sie mich geboren hat und das zweite Mal, als mich 2000 die Krankheit meines toten Vaters eingeholt hat. Seitdem unterstützt sie mich auch nach Kräften und erfüllt mir mit ihrer kleinen Rente die abenteuerlichsten Wünsche. Sie versorgt mich mit unbezahlbarer Technik, füttert meine DVD Player und ermöglicht mir sogar wieder Reisen in Ferne Länder.
Eigentlich hätte ihr Leben jetzt viel besser aussehen sollen, aber sie erträgt meine Krankheiten besser als ich.
Wenn ich ganz ehrlich bin, hat sie einen besseren Sohn verdient, der gesünder ist als ich, weniger mault und ihr den Lebensabend vergolden würde, aber auf jeden Fall hätte ich keine bessere Mutter bekommen können! Ich möchte noch eine Menge Mutter und Geburtstage mit ihr erleben dürfen.
Ich stehe so zu ihr, wie sie zu mir steht und wenn das irgendwer mangels Geist oder guter Mutter nicht verstehen kann, so ist mir das auch herzlich egal. Ich kann als Heide auch Mutter und Vater ehren, ohne dass es eine Bibel mir erst befehlen muss.
Irgendwann kann ich ihr auch sicher wieder größere Geschenke, wie Keyboards, Fernseher und Schreibmaschinen machen, aber bis dahin bleibe ich der Beschenkte.
Nur ihre Angewohnheit, in meiner Wohnung Sachen zu verstecken, sie nennt das „Aufräumen“, wird mir weiter gehörig auf den Wecker gehen, aber so sind Mütter eben.