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Na dann, Danke Anke

Das war es dann also. Ich hätte nie gedacht, dass meine Überschrift vom Mai so schnell zur Realität wird. Jeder hat es geahnt und jeder hat es gewusst.
Rudi Carrell sogar lächerliche 10 Millionen Euro gewettet, die er jetzt einstreichen kann.
Am 21.10 läuft die letzte Anke Late Night auf Sat1.
Anke Engelke ist mit Pauken und Trompeten gescheitert mit ihrer langweiligen Version einer Late Night. Quälende fünf Monate hat der Sender gebraucht, um einzusehen, dass man mit der Billigkopie eines Harald Schmidt keine Maus hinter dem Ofen hervorlocken kann und erst recht keine Zuschauer vor den Fernseher bekommt.
„Lange und intensive Überlegungen“ seien dieser Entscheidung vorausgegangen, meldet n-tv in einer Angelegenheit, die jedem Fan der Harald Schmidt Show absolut klar war, als er Engelkes hilflose Versuche, die Zuschauer auch wirklich zu unterhalten, sich auch nur einmal zugemutet hat. Ich kenne viele Fans von Schmidt, die haben das gar nicht erst versucht.
Ich habe es zweimal versucht und bin jedes Mal prallte ich entsetzt und gelangweilt zurück, zappte weiter oder legte gleich die DVD’s von Harald Schmidt ein. Es war, als würde man einer Kuh beim Stricken zusehen oder dem Papst beim Stepptanz. Man konnte es nicht sehen. Zuerst versuchte sie es auf eigene Art und dann auf Anweisung ganz genauso, wie Schmidt und das brach ihr dann völlig das Genick.
Denn da, wo Schmidt böse und zynisch über die Macken von größenwahnsinnigen Mitmenschen vom Typ Stahnke parlierte, versuchte Anke Engelke sich mit dem Stammeln von zotigen Herrenwitzen(!) und das konnte einfach nicht gut gehen! Was bleibt, ist das Fazit, dass das, was Engelke Woche für Woche ablieferte, keine «Late Night», kein Spiel mit Sprache, Aktualität oder auch Zynismus war. Der „Ladykracher“-Star liebt das Verkleiden, das Grimassieren und das Laute, Schrille. Das wiederum war schon vor „Anke Late Night“ klar. Nun lässt sie wieder wöchentlich die Ladys krachen und dabei sollte die Dame es dann auch belassen. Ihre Late Show war trotz einer Anhäufung edelster und teuerster Stargäste auf Dauer in etwa so unterhaltend wie ein verwachsener Fingernagel und jede Grasnarbe wuchs spannender.
Nur weigerte Anke Engelke sich standhaft und tapfer, das Desinteresse der Zuschauer auch als ein solches wahrzunehmen und gab sich als Autist, was dann die Zuschauer noch mehr bestraften und immer mehr wegblieben. Nur, wo die Zuschauer wegbleiben sinkt die Quote und die ist wichtig für die Werbung, von der die privaten Sender ja leben. Wenig Werbung ist zwar nicht unbedingt etwas Schlechtes, aber da sollte es doch schon eine interessante Sendung geben, in der sie dann nicht stört, denn wer gar keine Werbung möchte, der lässt den Fernseher ganz einfach aus oder verscherbelt ihn bei Ebay im Internet. Bei Sat1 ist jetzt jedenfalls guter Rat teuer. So teuer, wie Harald Schmidt nie hätte sein können, denn der Meister selbst macht Urlaub und erholt sich bei einer einjährigen Weltreise.
Ob er danach noch einmal zu Sat1 finden wird, steht in den Sternen und auf die Sterne haben selbst die neuen Eigentümer von Sat1 keinen Zugriff. Ich persönlich glaube nicht, dass Harald Schmidt es mit Sat1 noch einmal versucht, denn dazu war der Abgang 2003 zu rüde und dazu gibt es auch zu viele andere Sender, die eine Harald Schmidt Show mit Kusshand und ausgerolltem roten Teppich nehmen würden.
Ich persönlich und viele die ich kenne, würden sich über eine neue Harald Schmidt Show, egal auf welchem Sender dann doch wieder freuen, denn der Mann hat ja acht Jahre Maßstäbe der abendlichen Unterhaltung gesetzt. Anke Engelke soll weiter ihre Ladys vor sich hin krachen lassen, deren Laufbahn interessiert mich einfach nicht mehr. Sie hat mit ihrer Arroganz, etwas machen zu können, was sie mehr als definitiv nicht kann, bei mir und bei vielen die ich kenne, ganz einfach verschissen! Ich will jetzt lieber Gras wachsen sehen, strickende Kühe, oder die Steppeinlage des Papstes. Alles, nur nicht noch einmal Anke Engelke. Die ist für mich zur Angela Merkel der Comedy mutiert. Nur das ihre Optik nicht ganz so derbe ist.