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Nazimassaker

Breivik unter Waffen

Es ist bald ein Jahr her, aber in Norwegen ist dieses Verbrechen noch allgegenwärtig und auch kein anderer Demokrat sollte das einfach so abhaken und der Prozess begegann am 16. April 2012.
Da warnen seit genau 10 Jahren waren die Regierungen Europas und den USA unisono vor bösartigen islamistischen Fundamentalisten, die Europa und die USA mit blutigem Terror bedrohen. Nun war es soweit und es hat am 22. Juli 2011 das ziemlich friedliche Norwegen getroffen. Nur hatte es mit Islam und islamistischen Fundamentalisten der Marke Bin Laden nichts zu tun, sondern dieser geständige Einzeltäter Anders Behring Breivik
ist ein Norweger, wie er norwegischer kaum aussehen konnte. 32 Jahre alt, hat blonde Haare und stechende blaue Augen, hat zuerst im Regierungsviertel einige Bomben explodieren lassen, fuhr dann zu einem Jugendcamp auf der nahegelegenen Insel Utøya und lief dort Amok. 77 Tote, die Meisten davon Kinder und Jugendliche in dem Feriencamp, sind das blutige Ergebnis dieses religiösen Wahns.

Dem Alter nach ist der Amokläufer zwar erwachsen, aber mental gibt er wohl eher den pubertierenden Jugendlichen, der es der Welt mal so richtig zeigen wollte. Die Bilder wirkten surreal, aber sehr viel realer als der Anschlag von New York am 11. September 2001, entsprechend groß sind Trauer und Entsetzen in Norwegen selbst und in ganz Europa. Der aalglatte Mann, der aussieht, wie der Liebling aller Schwiegermütter, hatte ganz ungepflegt etwas an der Waffel. Wie bei den deutschen Amokläufen auch, spielte das Internet eine Rolle.

Dort soll er ein Pamphlet von sagenhaften 1500 Seiten veröffentlicht haben, in dem er ausführlich erklärte, wie er Norwegen und Europa von Kommunisten und Ausländern befreien wolle. Ein recht gewagtes Unternehmen da ja trotz EU und Schengener Abkommen so ziemlich jeder in Europa ein Ausländer ist, der hinter einer Grenze lebt. Auch von Kommunisten wollte er Europa befreien, zu denen er Merkel, SPD, Linke und Grüne zählt Nur dabei ausgerechnet Merkel als führende Kommunistin zu outen, wäre noch ein Grund für die Einweisung in die geschlossene Abteilung, denn Merkel ist genauso Kommunistin, wie sie Bademodenmodel für Karl Lagerfeld auf der Modemesse in Mailand ist. Sein Ziel hat der Killer jedenfalls nicht erreicht, denn die Norweger sind sich einig in ihrem Entsetzen wie nie zuvor.

Breivik hält sich nach eigener Auffassung für einen modernen Kreuz oder Tempelritter und ist Merkel damit näher als er glaubt oder wahrhaben möchte. Nun hat Norwegen auch großes Glück mit seinem charismatischen Regierungschef Stoltenberg, der mit seinen Norwegern trauerte und nicht wie sein Kollege Bush 2004 in alttestamentarisches Rachegeschrei verfiel. Eher im Gegenteil, denn er beschwor die norwegische Offenheit, Liebe und Toleranz.

Er wirkte dabei sehr glaubwürdig, denn norwegische Politiker können das, weil sie ihr Volk nicht wegen des Euro belügen und um Geld betrügen müssen. Entsprechend anders waren die Reaktionen der Politiker im Ausland.

Sie bekundeten alle ihr Entsetzen, aber die überbezahlte politische Laiendarstellerin Aminah Merkel, die als Führerin der christlichen Taliban in Deutschland im an der Macht ist und so ergebnislos amtiert, als würde sie künstlich beatmet werden, der fiel nichts Besseres ein als wieder über die Verschärfung der Überwachung des deutschen Volkes zu plappern.
Der Massenmörder Breivik ist, wie fast aller Mörder, exhibitionistisch veranlagt und hat Bilder von sich ins Internet gestellt, auf denen er Phantasieuniformen oder martialische Waffen trägt. Wie bei den meisten radikalen Rechten beschränkte sich die Phantasie von Breivik auch nur auf Uniformen, Waffen und der Vernichtung Andersdenkender.

Typen wie Anders Behring Breivik, die über keinerlei soziale oder moralische Kompetenzen verfügen und alles, was anders ist als sie, einfach nur weghaben wollen. Der Neonazi Breivik, ein Sozialphobiker, primitiver, vulgärer und ordinärer Mörder, der sich allen Ernstes für einen Kreuz und Tempelritter hält.
Ich schätze, dieser Breivik war nur ein Vorgeschmack von dem, was schon wieder möglich ist und zumindest der deutschen Regierung kam er gerade recht, denn so wurde das deutsche Volk ein paar Tage von dem unwürdigen Gezerre um das fehlerhafte Kunstprodukt Euro abgelenkt. Den Rechten selbst droht in Deutschland kein Unheil, denn dazu ist ihnen die Riege der amtierenden Politiker einfach zu nahe. Breivik steht zwar nicht unbedingt für Norwegen, aber er steht für diese Zeit und ein Europa, in dem Krieg wieder ein Teil der Politik ist.

Er hat es im Leben zu nichts gebraucht, fühlte sich unwichtig und wollte das ändern. Da kommen das Internet und seine Foren gerade richtig. Breivik war nur die erste Zeitbombe, die richtig hochging.
Mir selbst sind in meiner Zeit in den Foren des Internet eine Menge erwachsener Rechter begegnet, aber nach Anders Behring Breivik ist das Märchen vom harmlosen Rechten, der im Internet nur seine Meinungsfreiheit nutzt, vom Tisch, denn seit Jahren berufen sich alle Rechte und Rechtsradikale auf die zugesicherten Freiheiten der Demokratie, die sie selbst abschaffen wollen und sei es mit Blut, wie in Oslo. Was immer Breivik mit seinem Verbrechen erreichen wollte, er hat eigentlich nur bewirkt, dass die denkenden Menschen beim Thema Rechte noch sensibler reagieren.

Nur die Herrschenden in Deutschland und die meisten Titelträger im deutschen Internet können zwischen Meinungsfreiheit und dem Absondern von rechten ideologischen Phrasen kaum noch unterscheiden.
Die Regierung in Deutschland ist nach wie vor auf dem rechten Auge blind und will dafür gleich mal alle Internetnutzer in Sippenhaft nehmen. Der Innenminister von der CSU hatte eine drollige Idee. Er wollte die Anonymität im Internet aufheben.

So nach dem Motto „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“ wollen reaktionäre Politiker mal wieder alle Menschen überwachen, auf diese effektive Art wurden ja gerade in Deutschland tausende islamistische Fundamentalisten aus dem Verkehr gezogen, wie jeder weiß. Diese effektive Methode soll nun auch bei Nazis der Marke Anders Behring Breivik helfen.
Als ob der deutsche Innenminister die Internetuser weltweit dazu zwingen könnte, sich nur noch mit dem Ausweis ins Internet einzuloggen. Die rechten Alpträume gehen über das Treiben der Stasi in der DDR lange schon hinaus. Dennoch gab es Tote durch Rechtsradikale. Knapp 150 Tote durch rechte Gewalt in Deutschland und 77 am 22. Juli 2011 durch Breivik in Norwegen.
Als Land von Jägern hat Norwegen auch ein bedenklich freizügiges Waffengesetz und der Massenmörder hat auch keine DVD aus Deutschland gehabt, auf denen Merkel seit 2008 alle möglichen Amokläufe mit riesigen FSK-Logos auf den Covern der Filme verhindert. Aber Merkel ist in Breiviks Welt auch aktive Kommunistin und nicht einfach nur bescheuert.

Breivik selbst ist ein Produkt dieser Zeit, aber nicht unbedingt ein Produkt Norwegens. Genau da hätte ich ihn ganz zuletzt erwartet. Das Internet mit seiner Anonymität hat sich zum natürlichen Ökosystem der Rechten entwickelt.
Zumindest hab ich im deutschen Internet diese Erfahrung gemacht, denn meine Kenntnisse der norwegischen Sprache sind recht begrenzt. Auch Englisch hatte ich in der Schule, als man in Britannien noch keltisch sprach und so bin ich auf deutsche Sprache angewiesen.

Die Anonymität verbieten, wie es der rechte Innenminister verlangt, ist aber schlicht und ergreifend Unfug, der am Wesen des Internet völlig vorbeigeht. Das ist alles schon ein paar Monate her und inzwischen hat Deutschland rechts nachgezogen oder besser vorgelegt, wie sich nun herausstellte. Eine Gruppe von politisch, mental und sozial minderbemittelten Deutschen, die sich „Nationalsozialistischer Untergrund“ schimpft hat sich im Jahr 2000 im sächsischen Zwickau zusammen gefunden und hatten mörderische Pläne für politische gemeinte Morde, die allerdings genauso menschenverachtend waren wie die des Anders Behring Breivik 11 Jahre später.
Nur haben randalierende und mordende Nazis in Deutschland eine blutige Tradition. Hier macht sogar der Staat mit der Hilfe der bis zu 100 V- Leute des Verfassungsschutz aktiv bei Mord und Terror mit. So richtig anfreunden konnte sich die deutsche Regierung mit den Nazis zwar nicht, aber deren Existenz war immer nützlich, um von der katastrophalen deutschen Politik abzulenken.
Es sind nun zusammen über 180 Todesopfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt seit 1990 in Deutschland. Da stellt sich die Frage nach Schuld oder Unschuld der deutschen Behörden gar nicht mehr.
Wenn jedes siebente Mitglied der NPD ein V-Mann des Staates ist, so fördert der Staat ganz offensichtlich den braunen Terror. Es gibt mit Verfassungsschutz, Staatsschutz und BND sogar drei Geheimdienste in Deutschland, aber keiner davon funktioniert bei Rechtsextremismus. Auf die Art hat der Staat zumindest seinen Anteil daran.

Der Verfassungsschutz wusste trotz deiner V-Leute natürlich 10 Jahre lang nichts, aber der hätte auch nichts gewusst, wenn Attila der Hunne in Deutschland gewütet hätte. Die Politik und ihre Statisten reagierten wie immer, also völlig überrascht. Dieselben Politiker, die seit Jahren fast monatlich die Panik vor islamistischen Terror schürten, sind mit dem Terror deutscher Nazis völlig überfordert.
Nun brechen sie wie immer, in völligen Aktionismus aus und schaden dem Kampf dagegen mehr, als sie ihm dienen. Ein spezielles Merkmal jeder Regierung von Merkel. Es wird die Kanzlerdarstellerii ziemlich verblüffen, aber diese gestörten Menschen sind keine Verbrecher weil sie Filme mit der falschen FSK gesehen haben, sondern einfach nur, weil es ihnen an jeder Moral, an jeder sozialen Kompetenz und an jedem Anstand fehlt.

Sowas fällt in dieser gestörten Gesellschaft eben gerne mal durch den Rost. Das deutsche Bildungssystem ist mir solchen Feinheiten überfordert. Vor allem hat die Bundesrepublik ihre braune Vergangenheit nie richtig bewältigt, denn hier konnte schon mal ein Nazirichter wie Filbinger für die CDU der Ministerpräsident eines Bundeslandes werden. Nachdem der dann 1978 unter dem Druck der Öffentlichkeit zurückgetreten wurde, blieb er bis zu seinem Ende 2007 noch Ehrenmitglied der CDU und durfte 2004 für Merkel sogar noch den Bundespräsidenten mitwählen. Seit 1990 die ersten Ausländerwohnheime brannten und die ersten Menschen von Nazis ermordet wurden hat die Politik alle Chancen vertan, diese Nazis zu bekämpfen. 2003 scheiterte sogar ein Verbot der NPD am Bundesverfassungsgericht, weil die V-Leute des Staates da allzu aktiv mitmachten und sogar 1,5 Millionen Euro an Steuergeldern dafür verbraten durften. Da werden vom Staat Figuren mit dem IQ von Brokkoli mit Steuergeldern gefördert, die ernsthaft glauben, sie würden mit Mord und Totschlag die Politik in Deutschland verbessern. Diese Neonazis mit dem Intellekt von Huflattich und der sozialen Kompetenz von radioaktivem Müll . Alle in Deutschland agierenden Nazis und Neonazis kann man beruhigt als  intellektuelles Brachland betrachten, weil Menschen, die einer solch simplen und schlechten Ideologie glauben, nicht allzu helle sein können. Man hat inzwischen auch eine Entschuldigung für die untätigen V-Leute, denn sie konnten keine Berichte über die Nazis schreiben, weil sie kein Hakenkreuz auf der Tastatur hatten.
Die Nazis und Neonazis haben in der Bundesrepublik eine lange Tradition. Da gab es neben der NPD die Wehrsportgruppe Hoffmann, Michael Kühnen, der mit seiner Bande gleich nach Wende und Mauerfall in Ostberlin einfiel und in der Weitlingstraße in Weißensee sein Hauptquartier einrichtete und das zur national befreite Zone erklärte, die DVU, die REP, die FAP, der arischer Widerstand und die Freien Kameradschaften, die allesamt mit braunem Gedankengut hausieren gingen. Dann kam es zu Pogromen in Hoyerswerda, Mölln und Rostock und mittlerweile gab es sogar eine rechte Terrorzelle, die sich Nationalsozialistischer Untergrund nannte und von Zwickau aus blutig agierte, auf deren Rechnung 10 Morde an Ausländern gingen.

Also sind auch deutsche Faschisten wieder in Hochform.
In 10 Jahren ist gegen 110 NPD Funktionäre in 120 Straftaten ermittelt worden und nie kam es zu einem echten Urteil.

Im Prozess gegen Breivik hatte der die Möglichkeit seine Gründe zu erklären, aber das war derselbe menschenfeindliche Brei , wie er schon in seinem Pamphlet zu lesen war, das er ins Internet gestellt hatte. Er faselte von Islamisierung Europas und dem Multikulti, der gescheitert sei. Eine Meinung, die übrigens seine kommunistische Feindin Merkel 2010 lautstark mit ihm teilte, weil sie Wähler am rechten Rand fischen wollte. Also ist der Weg von nur rechts bis mörderisch rechtsradikal kürzer als man glaubt. Man könnte Breivik jetzt ein Tier oder ein Monster nennen, nur würde man damit jedem Tier und jedem ehrlichen Monster Unrecht tun. Er ist einfach nur ein gefährlicher kindischer Psychopath, also ein Nazi. Nazis wie Breivik brauchen Medikamente, eine Lobotomie, eine Nahtoderfahrung und gehören eingesperrt, bis Ozeane austrocknen.

Breivik sieht sich zwar im Krieg und verlangt ein Militärgericht, aber das wäre dann ein Standgericht, das ihn sofort erschießen lassen würde und dann wäre Breivik ein Märtyrer und das will er ja nur. Aber die Staatsanwältin Inga Bejer durchschaut diesen infantilen Möchtegern und macht ihn immer wieder lächerlich.
Mit Spott kommen die Rechten am wenigsten klar. Islamisierung und Überfremdung, das sind auch die Schlagworte der Rechten und der rechten Regierung, mit denen die Menschen seit Jahren in die Paranoia getrieben werden. Was nun Breivik angeht, hat der jetzt lange genug seine Bühne gehabt, um dort wie ein stammelndes Kind seine kranke Ideologie zu präsentieren. Der Welt und dem kleinen Volk der fünf Millionen Norweger ist damit schon genug zugemutet.

Der norwegische Massenmörder gehört weg von der Bühne, in die Sicherungsverwahrung bis an sein Lebensende und die deutschen Nazis der NPD endlich richtig bekämpft. Die Bundesregierung kann da eine Menge von der unaufgeregt, pragmatisch agierenden sozialdemokratischen Regierung Norwegens lernen. Die deutsche Regierung sollte dann auch ihre Sprache ausmisten und sich von Begriffen wie Überfremdung, gescheitertes Multikulti und Islamisierung trennen. Damit argumentieren ohnehin nur Leute wie Breivik und andere, die sonst nichts von Substanz zu sagen haben.



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