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Nicht auflegen

Das Können und das Talent eines Schauspielers zeigen sich an seiner Rolle und dem Zusammenspiel mit anderen Schauspielern. Dieses gestaltet sich immer dann als besonders schwierig, wenn diese Schauspieler entweder besonders prominent sind oder deren Stimme ganz einfach nur aus dem Off kommen.
In „Nicht auflegen“ von Joel Schumacher, der auch so spannende Werke, wie Falling Down produziert hat, ist es Colin Farrell, der es als PR-Agent Stu Shepard mit dem gestörtem Sniper, also einem Heckenschützen, gespielt von Kiefer Sutherland, der mit Vollbart und Bauch kaum zu erkennen ist, zu tun bekommt, der ihn mit einem Gewehr in einer der letzten Telefonzellen von New York festnagelt.
In dieser Zelle zerlegt der Sniper das verlogene Leben des PR-Agenten Stu. Mittels Wahlwiederholung und Zielfernrohr ist er darüber erstaunlich gut auf dem Laufenden. Stu soll alle seine Seitensprünge seiner Frau beichten, die in einem Fenster eingeblendet wird. Legt er den Telefonhörer auf, so fliegen Stu Kugeln um die Ohren. Der Sniper ist damit nicht geizig und zerlegt das Spielzeug von fliegenden Händlern und als Höhepunkt noch einen genervten Zuhälter, der Stu aus der Telefonzelle holen will.
Das ruft die Polizei auf den Plan mit ihrem Chef, gespielt von Forrest Whitacker. Alles geht davon aus, das Stu den Zuhälter erschossen hat, ob wohl er nur den Telefonhörer in der Hand hält. Whitacker hat Augen und ist schlau, er weiß fast blitzartig, dass ein Telefonhörer relativ ungefährlich ist und zieht die richtigen Schlüsse und er weiß, dass es da noch einen Dritten geben muss. So wird der Sniper also gefunden und überwältigt. Doch bis dahin erlebt man einen Colin Farrell in Höchstform. Gerade war er konnte er noch an der Seite von Bruce Willis in als Major Hard in „Hards War“ brillieren, danach als Bullseye, dem fiesen Gegenspieler von Daredevil Ben Affleck und nun verfrachtet ihn Schumacher in eine Telefonzelle, einen ziemlich ausgefallenen Spielort.
Trotzdem fast 80 Minuten pure Spannung, bei der ein Kinobesuch gelohnt hätte. Nu kann ich jedem die DVD ans Herz legen, denn das Ansehen lohnt auch bei einem Film, der eigentlich völlig ohne jeden Special-Effekt auskommt. Damit ist er ein Low Budgetfilm, der es in sich hat.